1976 eröffnete Leica am Unternehmensstandort in Wetzlar seine erste Galerie – ein Schritt, der sich rückblickend als Meilenstein für das kulturelle Engagement des Traditionsunternehmens erweisen sollte.

Die erste Leica Gallery eröffnete in Wetzlar, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1978
Fünf Jahrzehnte später ist aus diesem ersten Ausstellungsraum ein internationales Netzwerk von heute 26 Leica Galerien entstanden, das Fotografie als Kunstform, Zeitdokument und gesellschaftliche Stimme weltweit sichtbar macht. Mit rund 150 Ausstellungen pro Jahr stehen die Leica Galerien seit nunmehr 50 Jahren für fotografische Exzellenz und eine bemerkenswerte thematische Vielfalt.
Das Jubiläum begeht Leica unter anderem mit einer großen Ausstellung in der Leica Galerie Wetzlar im Juni 2026. Alle aktuellen Galeristen waren eingeladen, Künstler vorzuschlagen; daraus entsteht eine Schau mit 50 Bildern aus 50 Jahren Leica Galerien. Die Ausstellung will die gesamte Bandbreite der Leica Fotografie abbilden – von intimen Momenten über dokumentarische Reportagen bis hin zu künstlerischen Perspektiven international renommierter Fotografen.
Fotografie ist seit über einem Jahrhundert ein zentraler Bestandteil der Leica Unternehmensphilosophie. Mit dem Aufbau des Galerie-Netzwerks wurde dieser kulturelle Anspruch konsequent internationalisiert. Die Galerien verstehen sich als Orte der Begegnung und des Dialogs, an denen visuelle Erzählungen historische, politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen und Diskussionen anstoßen. Sie verbinden die Präsentation zeitgenössischer Positionen mit ikonischen Werken der Fotogeschichte und schaffen damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
- Mailand
- Mexiko City
- Los Angeles
Die Geschichte begann im April 1976 mit einer Ausstellung des deutschen Fotografen Paul Gluske zum Thema Reisefotografie im Foyer des Verwaltungsgebäudes der damaligen Ernst Leitz GmbH. Mit dem Umzug des Unternehmens nach Solms im Jahr 1988 entwickelte sich daraus ein monatlich wechselndes Ausstellungsprogramm. In den folgenden Jahren wuchs das Konzept international: New York City (1994), Prag (2002), Frankfurt (2004) sowie São Paulo und Melbourne (2005) markierten frühe Stationen. 2006 folgte mit Tokio ein weiterer Meilenstein.
- Kyoto
- Frankfurt a.M.
- Düsseldorf
Heute sind Leica Galerien in bedeutenden Kulturmetropolen auf nahezu allen Kontinenten vertreten. In Deutschland existieren sieben Standorte, darunter Wetzlar, Frankfurt, München, Düsseldorf, Heidelberg, Konstanz und Stuttgart. International reicht das Spektrum von Amsterdam über London, Paris und New York bis nach Tokio, Taipei und Sydney. Mit geplanten Neueröffnungen in Chicago und Shanghai wird das Netzwerk weiter ausgebaut.
Inhaltlich stehen die Galerien sowohl für Meisterwerke der Fotografie als auch für neue Talente. Regelmäßig werden die prämierten Serien des Leica Oskar Barnack Awards gezeigt. Über die Jahrzehnte hinweg präsentierten die Leica Galerien Werke von Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Elliott Erwitt, Thomas Hoepker oder Steve McCurry ebenso wie Arbeiten prominenter Persönlichkeiten aus Musik und Kultur. Reportagen, Porträts und Langzeitprojekte haben dazu beigetragen, dass sich die Leica Galerien als feste Größe der internationalen Fotoszene etabliert haben.
Auch künftig sollen die Leica Galerien Orte des Wandels und der Inspiration bleiben. Neben klassischen Ausstellungen gewinnen neue kuratorische Ansätze und der Diskurs über künstliche Intelligenz in der Fotografie an Bedeutung. Ziel bleibt es, authentische Fotografie als relevantes Medium im gesellschaftlichen Dialog zu positionieren. Besucher haben zudem die Möglichkeit, ausgewählte Werke zu erwerben und sich eine eigene Sammlung bedeutender Leica Fotografien aufzubauen.



















