Mit der Ausstellung „Eisen und Eis“ präsentiert die Mönchskirche Salzwedel ab 18. Juni 2026 zwei künstlerische Positionen, die sich auf überraschende Weise ergänzen. Im Mittelpunkt stehen die Fotografien von Jürgen Bode, deren Bildsprache zwischen dokumentarischer Beobachtung und freier fotografischer Interpretation oszilliert. Ergänzt werden sie durch die skulpturalen Arbeiten des Metallkünstlers Peter Kirde.
Bode, der seit mehr als zwei Jahrzehnten fotografisch arbeitet, bewegt sich souverän zwischen Porträtfotografie, Schwarzweiß-Landschaften und künstlerisch inszenierten Bildwelten. Nach seiner Beschäftigung mit analogen wie digitalen Bildmedien entwickelte er eine eigenständige fotografische Handschrift, die technische Präzision mit experimenteller Neugier verbindet. Seine Arbeiten wurden unter anderem bereits im Rahmen des OFF-Programms der Rencontres d’Arles gezeigt.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine aktuelle Werkgruppe, in der Bode Objekte in Eis einschließt und fotografisch untersucht. Dabei geht es weniger um die Gegenstände selbst als um das Spannungsverhältnis zwischen Material und Form. Risse, Brüche und Einschlüsse verwandeln das Eis in eine skulpturale Bildfläche, die Assoziationen zwischen Bewahrung und Vergänglichkeit, Schutz und Bedrohung eröffnet. Die eingefrorenen Objekte wirken zugleich konserviert und verändert – ein Zustand, der den Blick des Betrachters immer wieder neu herausfordert.
- Jürgen Bode
Ergänzt werden diese Arbeiten durch Fotografien aus Bodes langjähriger dokumentarischer Begleitung des Eisengusses im Atelierhaus Hilmsen. Dort entstanden eindringliche Porträts und Arbeitsbilder, die die körperliche Präsenz des Handwerks ebenso sichtbar machen wie die archaische Kraft des Materials.
In der Gegenüberstellung mit den „Kirde Robots“ von Peter Kirde entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Fotografie und Skulptur, zwischen Kälte und Hitze, Stillstand und Bewegung. Während Kirde Metall in Form bringt, untersucht Bode die Transformation von Objekten durch Eis und fotografischen Blick. Gemeinsam eröffnen beide Positionen unterschiedliche Perspektiven auf Prozesse des Wandels und der materiellen Verwandlung.
Die Ausstellung „Eisen und Eis“ wird am 18. Juni 2026 um 19 Uhr in der Mönchskirche Salzwedel eröffnet und ist bis zum 16. August 2026 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

















