Thomas Weber, der von 1991 bis 2022 als Miteigentümer von ALPA of Switzerland wirkte und geistiger Motor hinter dem ALPA 12 System war, ist verstorben.

Als Anfang der 1990er-Jahre die 35mm-Ära der ALPA Pignons zu Ende ging, war dies für viele ein Schlussstrich. Für Thomas Weber (Foto oben) jedoch war es der Ausgangspunkt eines Neubeginns. Gemeinsam mit seiner Frau Ursula Capaul legte er den Grundstein für ein Mittelformatsystem, das modular, nachhaltig und durchdacht war und vollständig in der Schweiz gefertigt wurde.
Aus ersten Skizzen und Ideen entstand eine neue Generation von ALPA, angeführt von einem Modell, das später Ikonenstatus erlangen sollte: die ALPA 12 WA. Als sie auf der Photokina in Köln vorgestellt wurde, zog sie sofort internationale Aufmerksamkeit auf sich. Zu den ersten, die das Potenzial dieser Konstruktion erkannten, gehörte der französische Magnum-Fotograf Raymond Depardon. Er erwarb die Kamera mit der Nummer 290547 – die zweite jemals gebaute ALPA 12.
Die allererste WA trägt die Nummer 290546 – und damit Thomas Webers eigenes Geburtsdatum. Sein Werk ist Teil der permanenten Ausstellung der Swiss Design Collection im Museum für Gestaltung Zürich.











