Sigma ist weltweit vor allem als Hersteller hochwertiger Objektive und Kameratechnik bekannt. Nun schlägt das japanische Unternehmen jedoch einen ungewöhnlichen neuen Weg ein: Mit der Gründung der Sigma Aizu Farm Corporation engagiert sich der Hersteller künftig auch in der Landwirtschaft und startet ein eigenes Reisanbauprojekt in der Region Aizu. Ziel ist es, Natur, Kultur und wirtschaftliche Strukturen der Heimatregion langfristig zu stärken.
Die Initiative ist eng mit der Geschichte des Unternehmens verbunden. Sigmas Produktionswerk in Aizu ist seit vielen Jahren der einzige Fertigungsstandort des Unternehmens und prägt maßgeblich die Philosophie hinter dem Qualitätsanspruch „Made in Aizu, Japan“. Die lokale Gemeinschaft sowie die natürliche Umgebung haben laut Unternehmen entscheidend zur Entwicklung seiner Produkte beigetragen. Mit dem Einstieg in die Landwirtschaft möchte Sigma dieser Region nun aktiv etwas zurückgeben.
Hintergrund des Projekts sind strukturelle Veränderungen im ländlichen Japan. Auch in Aizu fehlen zunehmend landwirtschaftliche Nachfolger, während immer mehr Flächen brachliegen. Dadurch geraten traditionelle Satoyama-Landschaften, lokale Ökosysteme und kulturelle Strukturen unter Druck. Besonders Reisfelder spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie Wasser speichern und natürliche Kreisläufe stabilisieren. Sigma sieht es daher als Verantwortung eines Unternehmens, das dauerhaft vor Ort produziert, zum Schutz dieser Lebensgrundlagen beizutragen.
Der Reisanbau soll konkret dazu beitragen, landwirtschaftliche Flächen zu erhalten und neue Perspektiven für stabile Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Angebaut wird Reis, der von den wasserreichen Böden rund um den Berg Bandai profitiert. Die Ernte soll künftig unter anderem in den Mitarbeiterkantinen des Werks in Aizu sowie am Hauptsitz in Kawasaki verwendet werden. Damit vollzieht Sigma bewusst einen Wandel von einer rein empfangenden Rolle gegenüber der Natur hin zu einer aktiven Beteiligung am regionalen Kreislauf.
Das Projekt versteht sich zugleich als langfristige Umweltinitiative. Neben dem Schutz der Landschaft geht es darum, traditionelle Lebensweisen zu bewahren und lokale Gemeinschaften zu stärken. Sigma verbindet damit seine industrielle Tätigkeit mit nachhaltigem Engagement und erweitert seine Unternehmensphilosophie über die optische Ingenieurskunst hinaus.













