Mit der vierten Ausgabe des „Dubai Photo Forum“ hat der internationale Fotopreis Hamdan International Photography Award (HIPA) erneut ein starkes Signal für die Bedeutung der Fotografie im Nahen Osten gesetzt.
Unmittelbar nach der Abschlusszeremonie der 14. Award-Saison versammelte das zweitägige Forum in Dubai rund 300 Teilnehmer und bot ein dichtes Programm aus Vorträgen, Paneldiskussionen, Workshops und kuratierten Fotowalks.
Die Resonanz war außergewöhnlich positiv: Laut einer anschließenden Umfrage bezeichneten 93 Prozent der Besucher das Forum als die anregendste und informativste Fotoveranstaltung der Region. 96 Prozent sprachen sich zudem für eine längere Dauer sowie mehrere Ausgaben pro Jahr aus – ein deutliches Votum für die wachsende Bedeutung des Formats.
Der Generalsekretär von HIPA, Ali Bin Thalith, zeigte sich entsprechend zufrieden. Entscheidend sei nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern vor allem das positive Feedback. Ziel des Forums sei es, fotografisches Wissen zu vertiefen, professionelle Kompetenzen zu fördern und einen offenen Dialog über zeitgenössische Bildkultur zu ermöglichen. Die starke Beteiligung unterstreiche die Dynamik und das Zusammenwachsen der fotografischen Community in der Region.
Inhaltlich setzte das Forum auf Vielfalt und internationale Vernetzung. Sechs Programmpunkte vereinten Fotografen und Bildkünstler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Ägypten, Palästina, Äthiopien und den USA. Bereits der Auftakt verdeutlichte den praxisnahen Ansatz: Unter dem Titel „Through the Alleys of Time“ führte die emiratische Fotografin Ola Allouz die Teilnehmer durch die historischen Viertel Dubais und verband fotografische Praxis mit kultureller Spurensuche.
Ein thematischer Höhepunkt war die Paneldiskussion „Photography in the Age of AI“. Moderiert von Hussein Al-Mousawi, Chefredakteur von National Geographic Arabia, diskutierten die äthiopische Fotografin Aïda Muluneh, der palästinensische Künstler Yahya Qaddoura und die US-amerikanische Fotografin Karen Aigner über die Rolle Künstlicher Intelligenz in der zeitgenössischen Bildpraxis. Dabei ging es um Chancen, ethische Fragen und den Einfluss algorithmischer Prozesse auf Wahrnehmung und Urheberschaft.
Der erste Tag endete mit einem vielbeachteten Vortrag des amerikanischen Fotografen Rick Smolan, der unter dem Titel „Storytelling Against All“ eindrucksvoll die Kraft visuellen Erzählens demonstrierte.
Der zweite Veranstaltungstag rückte erneut die praktische Arbeit in den Mittelpunkt. Beim Fotowalk „Symphony of Lines: Architectural Photography“ leitete der ägyptische Fotograf Wael Onsey eine Exkursion durch das futuristische Umfeld des Museums of the Future und schärfte den Blick für Linienführung, Perspektive und Struktur.
Einen deutlichen Schwerpunkt auf Postproduktion setzte der kuwaitische Fotograf Majed Sultan Al Zaabi mit seinem Workshop „The Smart Edit with Lightroom“, in dem effiziente Arbeitsabläufe und intelligente Bearbeitungstechniken vermittelt wurden. Den Abschluss bildete der Vortrag „The Art of Impactful Content“ des amerikanischen Fotografen Mark Smith, der Strategien für wirkungsvolle visuelle Inhalte im digitalen Raum vorstellte.
Mit dem Dubai Photo Forum festigt HIPA seine Rolle als zentrale Plattform für fotografischen Austausch in der Region. Die Veranstaltung verbindet künstlerische Inspiration mit technischer Weiterbildung und internationalem Diskurs. Zugleich stärkt sie das Netzwerk zwischen Nachwuchs- und Profifotografen und trägt dazu bei, die Fotografie als kulturelles und gesellschaftliches Medium weiterzuentwickeln.













