Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit mit Bildern – und welche wirtschaftlichen Folgen hat das für Fotografinnen und Fotografen, Bildagenturen, Redaktionen sowie PR- und Werbeagenturen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer aktuellen, branchenübergreifenden Online-Erhebung der Hochschule Hannover.
Verantwortet wird die Studie von der Arbeitsgruppe „image market – business trends“ im Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography unter der Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt.
Die Umfrage richtet sich ausdrücklich an professionelle Akteure der Bildbranche – von Fotografen über Bildredakteure bis hin zu Agenturen – und untersucht, wie stark KI-Tools und KI-generierte Bilder inzwischen in den Arbeitsalltag eingezogen sind. Ziel ist es, ein belastbares, differenziertes Lagebild zu zeichnen: Wo wird KI bereits produktiv genutzt, wo spielt sie bislang kaum eine Rolle – und welche Grenzen sehen die Beteiligten in der Technologie?
Dabei geht es nicht nur um technische Fragen oder persönliche Einstellungen, sondern auch um die ökonomische Dimension. Nach einer Phase, in der KI vor allem mit Jobängsten, Skepsis und Ablehnung verbunden war, wird sie heute von vielen Kreativen zunehmend als gestalterisches Werkzeug betrachtet – gleichzeitig wächst jedoch der Druck, KI-basierte Prozesse weder in der Produktion noch in der Veröffentlichung ignorieren zu können. Die Studie will daher auch sichtbar machen, wie sich diese Dynamik auf Honorare, Auftragslagen, Marktmechanismen und die Wertschöpfung im professionellen Bildgeschäft auswirkt.
Die Teilnahme an der Umfrage erfolgt anonym, besteht überwiegend aus Multiple-Choice-Fragen und dauert rund zehn Minuten. Sie läuft noch bis zum 28. Februar 2026; erste Ergebnisse sollen ab Ende April vorgestellt werden. Unterstützt wird die Erhebung von zahlreichen Verbänden und Netzwerken aus Fotografie, Journalismus und Bildwirtschaft – darunter unter anderem BFF, bpp, BVAF, BVPA, DGPh, dju/ver.di, DJV, Female Photoclub, Freelens und PIC Verband.
Wer in der professionellen Bildbranche arbeitet und die Debatte um KI nicht nur führen, sondern auch mit belastbaren Daten unterfüttern möchte, ist eingeladen, sich zu beteiligen. Je größer die Zahl der Teilnehmenden, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse, die als Grundlage für weitere Diskussionen in Medien, Verbänden und Unternehmen dienen können.
Abb. oben: dpa picture alliance








