Mit einer neuen Emerging Artists Platform baut Fotografiska sein Engagement für junge Bildschaffende aus. Die Initiative verbindet eine digitale Plattform mit kuratierten Programmen in den Fotografiska-Häusern und soll aufstrebenden Fotografen weltweit neue Sichtbarkeit und Zugang zu institutionellen Strukturen ermöglichen.
Fotografiska betreibt derzeit Museen in Berlin, Stockholm, Shanghai und Tallinn, ein weiterer Standort in Oslo ist in Vorbereitung. Mit der neuen Plattform erweitert das Museum sein Netzwerk nun gezielt über die physischen Ausstellungsorte hinaus und schafft eine kontinuierliche digitale Schnittstelle für die nächste Generation von Bildautoren.
Zum Start der Plattform setzt Fotografiska auf eine Reihe kostenfreier Open Calls, über die Nachwuchsfotografen ihre Arbeiten einreichen können. Solche Ausschreibungen bieten Künstlern die Möglichkeit, ihre Projekte von einer Jury prüfen zu lassen und sich für Ausstellungen, Publikationen oder Förderprogramme zu qualifizieren.
Zu den ersten Initiativen gehören unter anderem:
- Human Rights Day Open Call in Kooperation mit P-hotography 4 Humanity und den Vereinten Nationen. Ausgewählte Arbeiten sollen am 10. Dezember 2026, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, im UN-Hauptquartier in New York präsentiert werden.
- Fotografiska × Jägermeister Open Call „Night Aesthetics“, der sich mit zeitgenössischen Bildsprachen rund um Nachtkultur und Identität beschäftigt.
- Lokale Emerging-Artist-Programme in den Fotografiska-Standorten Berlin, Stockholm und Tallinn, bei denen ausgewählte Künstler:innen die Möglichkeit erhalten, eine eigene Ausstellung im jeweiligen Museum zu realisieren.
Neben den Ausschreibungen bietet die Plattform auch eine digitale Infrastruktur für Portfolio-Präsentationen. Künstler können ihre Profile verifizieren lassen und erhalten anschließend eine eigene Portfolioseite mit persönlicher URL innerhalb des Fotografiska-Netzwerks. Ziel ist es, langfristige Sichtbarkeit für Nachwuchstalente zu schaffen und sie stärker mit Kurator:innen, Institutionen und Partnern zu vernetzen.
Für Yoram Roth, Executive Chairman von Fotografiska, ist die Plattform ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung des Museums: „Unser Ziel ist es, ein globaler Partner für visuelle Künstler zu sein – von aufstrebenden Talenten bis zu etablierten Positionen. Mit dieser Plattform können wir Beziehungen zu Künstlern in jeder Phase ihrer Entwicklung aufbauen.“
Auch Pauline Benthede, Global VP Artistic Direction & Exhibitions, betont den strukturellen Ansatz des Projekts: Die Plattform soll eine transparente Verbindung zwischen digitaler Entdeckung und institutioneller Ausstellung schaffen. Kuratorische Teams der Fotografiska-Häuser werden aktiv mit der Plattform arbeiten, um neue Positionen frühzeitig zu entdecken.
Technisch basiert das Projekt auf der Plattform Naidus, einer Lösung des Wettbewerbs- und Portfolioanbieters Picter. Sie ermöglicht kulturellen Institutionen, Community-Programme und Open Calls international zu organisieren – von der Einreichung über Juryprozesse bis zur Betreuung ausgewählter Künstler.
Foto oben: Emma Lu Dieminger, First Light Surf













