Erst als Fotobuch entfalten viele Bilder ihre erzählerische Kraft. Am Beispiel eines Berlin-Projekts zeigt sich, wie sich Street-Fotografie mit den Gestaltungs- und Produktionsmöglichkeiten eines CEWE FOTOBUCHS zu einem durchdachten Bildband verdichten lässt – von der Wahl des Formats über Papier und Layout bis hin zur bewussten Inszenierung des Covers.

Denn Fotobücher sind für viele Fotografen mehr als nur eine Form der Archivierung – sie sind eine eigene Erzählform. Das CEWE FOTOBUCH eröffnet dabei zahlreiche Möglichkeiten, fotografische Serien in ein physisches Medium zu übersetzen – von unterschiedlichen Buchformaten über verschiedene Papierarten bis hin zu individuellen Gestaltungsmöglichkeiten für das Cover.
Wie aus einer Serie von Street-Fotografien ein eigenständiges Buchprojekt entstehen kann, zeigt die Fotografin Marta Urbanelis anhand eines Berlin-Projekts, das beispielhaft für die kreative Verbindung von urbaner Fotografie und Buchgestaltung steht.
Vom Moment zur Geschichte
Street-Fotografie lebt vom Augenblick. Sie entsteht aus spontanen Situationen im öffentlichen Raum: Menschen in Bewegung, zufällige Begegnungen, grafische Strukturen der Stadt. Einzelne Bilder funktionieren oft bereits für sich – doch erst in der Serie beginnt eine zweite Ebene der fotografischen Erzählung.
Ein Bildband bietet dafür ein ideales Medium. Die Fotografien werden nicht nur gesammelt, sondern in eine visuelle Dramaturgie gebracht. Bildfolgen, Wechsel von Nähe und Distanz oder bewusste Leerstellen zwischen den Motiven erzeugen einen Rhythmus, der beim Blättern eine eigene narrative Dynamik entwickelt. In Urbanelis’ Berlin-Projekt entsteht so der Eindruck eines fotografischen Spaziergangs durch die Stadt.

Gestaltung als Teil der Bildsprache
Ein zentraler Schritt bei der Umsetzung eines Fotobuchs ist die Entscheidung für Format und Layout. Gerade Street-Fotografie profitiert von großzügigen Seiten, auf denen Bilder Raum entfalten können. Urbanelis entschied sich bewusst für ein großes Format, das den Fotografien eine klare Präsenz verleiht und zugleich erlaubt, mit Weißraum zu arbeiten.
Das CEWE FOTOBUCH ist in verschiedenen Formaten erhältlich – vom kompakten Quadratformat bis hin zu großformatigen Varianten im Panorama- oder XL-Format. Gerade größere Formate bieten sich für SStreet-Fotografie an, da sie Details, Blickachsen und Bildkompositionen stärker zur Geltung bringen.
Auch im Layout empfiehlt es sich, bewusst mit Rhythmus zu arbeiten. Urbanelis setzt beispielsweise einzelne Motive ganzseitig oder über eine Doppelseite hinweg ein, während andere Bilder mit großzügigem Weißraum platziert werden. Dadurch entsteht eine visuelle Dramaturgie, die an klassische Fotobücher erinnert.
Das Cover als Statement
Besondere Aufmerksamkeit verdient bei Fotobüchern das Cover – schließlich prägt es den ersten Eindruck des gesamten Projekts. Urbanelis wählte dafür eine Aufnahme des Brandenburger Tors, eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. In ihrer Version wird das ikonische Motiv jedoch durch eine Demonstration im Vordergrund gebrochen.
Die Szene verändert die Lesart des Bildes: Aus einem touristischen Symbol wird ein Moment urbaner Gegenwart. Gerade solche Konstellationen – das Aufeinandertreffen von Erwartung und Überraschung – gehören zu den klassischen Stärken der Street-Fotografie.
CEWE bietet für das Cover verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, etwa Hardcover-, Softcover- oder Leineneinbände. Besonders interessant für fotografische Projekte sind Veredelungen wie Effektlack oder partielle Glanzlacke. Damit lassen sich beispielsweise Titel oder grafische Elemente hervorheben, ohne das eigentliche Bildmotiv zu überlagern.
Urbanelis nutzt diese Option bewusst zurückhaltend: Der Buchtitel erscheint nur dezent hervorgehoben, sodass das Coverbild seine Wirkung vollständig entfalten kann.
Haptik und Materialität
Neben Bildauswahl und Layout spielt auch die physische Qualität eines Fotobuchs eine wichtige Rolle. Papier, Druck und Oberflächenstruktur beeinflussen maßgeblich, wie Fotografien wahrgenommen werden.
CEWE bietet verschiedene Papieroptionen an, darunter klassisches Fotopapier sowie mattes oder glänzendes Digitaldruckpapier. Für Street-Fotografie empfiehlt sich häufig eine matte Oberfläche, da sie Reflexionen reduziert und die Bildwirkung ruhiger erscheinen lässt.
Die Wahl des Papiers beeinflusst auch die Haptik des Buches. Gerade bei Bildbänden, die häufig durchgeblättert werden, trägt eine hochwertige Materialität dazu bei, dass das Buch nicht nur visuell, sondern auch als Objekt überzeugt.
In einer Zeit, in der Bilder überwiegend digital konsumiert werden, gewinnt diese haptische Dimension wieder an Bedeutung. Ein Fotobuch wird zum Objekt – etwas, das man in die Hand nimmt, durchblättert und immer wieder neu entdeckt.
Das Beispiel zeigt, wie aus einer Serie von Street-Fotografien ein kohärentes Projekt entstehen kann. Der Bildband fungiert dabei nicht nur als Präsentationsform, sondern als kuratorisches Werkzeug. Die Stadt wird nicht nur dokumentiert, sondern interpretiert.
Fazit
Die Verbindung von Street-Fotografie und Fotobuchgestaltung eröffnet Fotografen neue Möglichkeiten, ihre Arbeit zu präsentieren. Mit den unterschiedlichen Formaten, Papierarten und Gestaltungsmöglichkeiten des CEWE FOTOBUCHS
lassen sich fotografische Serien in eigenständige Projekte überführen.
Das Ergebnis ist mehr als eine Sammlung von Bildern: ein fotografischer Spaziergang durch die Stadt – festgehalten zwischen zwei Buchdeckeln.













