Am 18. April 2026 feiert die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ruft sie Fotografiebegeisterte weltweit dazu auf, an diesem Tag ein Bild aufzunehmen – und gemeinsam ein kollektives Porträt dieses Moments zu schaffen.
Die DGPh zählt zu den ältesten und renommiertesten fotografischen Gesellschaften im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als offenes Forum für alle, die Fotografie als Kunstform, Kulturgut und gesellschaftliches Medium begreifen.
Ihre Entstehung ist eng mit L. Fritz Gruber verbunden. Im Kontext der ersten Photokina 1950 in Köln verlieh er der Messe als Kurator von Anfang an eine kulturelle Dimension und machte sie mit der „Welt-Ausstellung der Photographie“ zu einem internationalen Treffpunkt. In einer Zeit kultureller Isolation wurde Köln so zum Zentrum des fotografischen Austauschs.
Aus diesem Geist heraus wurde die DGPh 1951 gegründet. Gruber war auch hier maßgeblich beteiligt und wurde zum ersten Geschäftsführer berufen. Die Verbindung von Industrie, Ausstellungspraxis sowie künstlerischem und wissenschaftlichem Anspruch wurde zum Fundament der Gesellschaft.
Bereits die ersten Mitglieder unterstrichen diesen Anspruch: Persönlichkeiten wie August Sander, Ernst Leitz, Otto Steinert, Herbert List und Edward Steichen prägten die DGPh von Beginn an und verliehen ihr internationale Bedeutung.
Im Laufe des Jahres sollen weitere Höhepunkte folgen, darunter die Verleihung der DGPh Photography Awards 2026 sowie die Ausstellung „75 Jahre DGPh“ im MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln (25. Oktober 2026 bis 14. Februar 2027).
Ort, Motiv und Stil sind beim aktuellen Call for Pictures frei wählbar. Entscheidend ist allein der Augenblick. Ob analog oder digital, geplant oder spontan: Die eingereichten Fotografien werden in einer Online-Slideshow präsentiert und so Teil eines globalen fotografischen Gedächtnisses dieses Tages.
Einreichungen sind vom 18. April 2026, 00:01 Uhr (CET), bis zum 30. April 2026, 23:59 Uhr möglich:
Bild oben: L. Fritz Gruber, fotografiert von Frank Krems, 1991








