Mit Leica LUX 2.0 erweitert Leica sein Angebot für die iPhone-Fotografie. Die neue Version der Kamera-App erhält eine überarbeitete Galerie, den Artist Look by Steve McCurry und Unterstützung für die iPhone 18 Pro Serie. Ergänzt wird das System durch den neuen Leica LUX Grip Silver und passende Lederhüllen.
Leica rückt die mobile Fotografie noch enger an das eigene Kamerasystem. Die Galerieoberfläche von Leica LUX 2.0 entspricht künftig derjenigen der Leica FOTOS App. Ein neuer Filmstreifen erleichtert den Wechsel zwischen Aufnahmen, eine Mehrfachauswahl die Verwaltung größerer Bildserien. Neben Darkroom lassen sich außerdem Adobe Lightroom und Capture One direkt aus der App heraus aufrufen.
Die überarbeitete Benutzeroberfläche greift Elemente von Apples Liquid-Glass-Designsprache auf, ohne die bisherige Anordnung der fotografischen Bedienelemente grundlegend zu verändern. Hinzu kommen alternative App-Symbole, die sich an klassischen Leica Kameras orientieren. Leica LUX unterstützt das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max bereits zum Marktstart.
Steve McCurry als Artist Look
Zu den auffälligsten Neuerungen gehört der Artist Look by Steve McCurry. Der gemeinsam mit Leica entwickelte Look orientiert sich an McCurrys Umgang mit Farbe, Licht und Bildaufbau. Dabei soll es ausdrücklich nicht darum gehen, Aufnahmen automatisch wie Fotografien des Magnum-Fotografen aussehen zu lassen. Leica versteht den Look vielmehr als Ausgangspunkt für die eigene Bildgestaltung.
Nach dem Artist Look von Greg Williams ist Steve McCurry der zweite Fotograf einer fortlaufenden Reihe. Der neue Look ist Bestandteil von Leica LUX PRO und steht über Leica FOTOS außerdem für die Leica Q3 und SL3 zur Verfügung.
Mehr Kamera-Gefühl fürs iPhone
Auch beim Zubehör baut Leica das mobile System weiter aus. Der bereits bekannte Leica LUX Grip erscheint nun zusätzlich in Silber. Der mechanische zweistufige Auslöser fokussiert bei leichtem Druck und löst beim vollständigen Durchdrücken aus. Ergänzt wird er durch ein Einstellrad und zwei frei belegbare Funktionstasten. Die Verbindung zum iPhone erfolgt über MagSafe und Bluetooth. Der integrierte Akku soll bis zu 1.000 Aufnahmen ermöglichen.
Der Grip ist mit dem iPhone 12 und neueren Modellen kompatibel und kostet 300 Euro. Im Preis enthalten ist ein Jahr Leica LUX PRO.
Passend dazu bringt Leica neue LUX Cases für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Die Hüllen bestehen außen aus schwarzem Leder und innen aus roter Mikrofaser. Eine integrierte Kamerataste ersetzt die bisherige offene Aussparung und soll Bedienung und Schutz miteinander verbinden. Auch die Cases sind MagSafe-kompatibel.
Vom App-Projekt zum System
Bemerkenswert ist, wie konsequent Leica aus der zunächst rein softwarebasierten Idee inzwischen ein eigenes mobiles Kamerasystem entwickelt. App, Kameragriff und Smartphone-Hülle lassen sich zwar unabhängig voneinander einsetzen, sind aber zunehmend aufeinander abgestimmt. Damit versucht Leica, klassische Kameraergonomie und die Rechenfotografie des Smartphones enger miteinander zu verbinden.
Leica zufolge wurde die LUX App seit ihrer Einführung 2024 millionenfach heruntergeladen und wird monatlich von mehreren hunderttausend Anwendern genutzt. Im Apple App Store erreicht sie nach Herstellerangaben 4,8 von fünf Sternen bei mehr als 25.000 Bewertungen.
Die Cases kosten jeweils 95 Euro. Leica LUX 2.0 mit der neuen Galerieoberfläche und dem überarbeiteten Interface soll Anfang Oktober folgen. Die Basisversion bleibt kostenlos, Leica LUX PRO kostet 7,99 Euro monatlich beziehungsweise 79 Euro jährlich.
















