Wie verändert sich Fotografie im Spannungsfeld zwischen Technologie, Service und personalisierten Produkten? Antworten darauf suchte die CEWE Group bei ihren Innovation Days 2026 in Oldenburg.
Mehr als 1.200 Mitarbeiter aus ganz Europa kamen am 18. und 19. Februar in den Weser-Ems-Hallen zusammen, um neue Ideen für Produkte, Software und Services zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Die Veranstaltung hat sich innerhalb der Unternehmensgruppe zu einer zentralen Plattform für Austausch und strategische Weiterentwicklung etabliert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie fotografische Erinnerungen künftig noch intuitiver gestaltet, produziert und erlebt werden können.
„Customer Centricity“ bleibt dabei das zentrale Leitmotiv. Vorstandsvorsitzender Thomas Mehls betonte, dass Innovation bei CEWE konsequent vom Nutzer aus gedacht werde. Geschichten, Erinnerungen und Erwartungen der Kunden liefern die Impulse für neue Anwendungen und Produkte.
Als Keynote-Speaker war der britische Customer-Experience-Experte James Dodkins eingeladen. In seinem Vortrag über erfolgreiche Kundenerlebnisse stellte er weniger Technologie als Haltung in den Mittelpunkt: Begeisterung entstehe dort, wo Menschen ernst genommen werden – sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch im Kontakt mit Kunden.
Für professionelle Fotografen ist dieser Ansatz durchaus relevant. Denn personalisierte Fotoprodukte und automatisierte Gestaltungstools verändern zunehmend die Schnittstelle zwischen Amateurmarkt und professioneller Bildproduktion.
KI im Hintergrund
Ein wiederkehrendes Thema der Innovation Days war Künstliche Intelligenz. Bereits heute unterstützt sie innerhalb der CEWE-Markenwelt unter anderem bei der Bildauswahl, der Gestaltung von Fotoprodukten oder im Kundenservice durch Service-Bots.
Gerade automatisierte Auswahlprozesse oder Layoutvorschläge zeigen, wie stark sich Bildbearbeitung und Produktion verändern. Während Fotografen bislang kreative Entscheidungen vollständig selbst trafen, übernehmen Algorithmen zunehmend kuratorische Aufgaben — zumindest im Consumer-Segment.
Für die professionelle Branche stellt sich damit die Frage, wie sich eigene Bildkompetenz künftig von automatisierten Lösungen abgrenzen oder gezielt mit ihnen kombinieren lässt.
Zusammenarbeit
Ein weiteres zentrales Element der Veranstaltung war der offene Austausch zwischen unterschiedlichen Marken und Standorten der Gruppe. Mitarbeiter präsentierten Produktideen und Prozessinnovationen aus allen Unternehmensbereichen. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus marktrelevante Lösungen zu entwickeln.
Die CEWE Group ist heute mit rund 4.000 Mitarbeitern in 21 Ländern aktiv und erreicht jährlich Milliarden Druckprodukte sowie rund zwei Milliarden überlassene Fotos. Neben dem vielfach ausgezeichneten CEWE FOTOBUCH gehören unter anderem auch WhiteWall und Cheerz zum Markenportfolio.
Auch wenn sich viele Entwicklungen zunächst an Endkunden richten, lohnt sich für professionelle Fotografen ein genauer Blick. Automatisierung, KI-gestützte Bildauswahl und neue Produktionsprozesse verändern langfristig Erwartungen an Bildqualität, Geschwindigkeit und Individualisierung.
Die Innovation Days zeigen damit weniger spektakuläre Einzelprodukte als vielmehr eine strategische Richtung: Fotografie wird zunehmend als Erlebnis gedacht — vom Moment der Aufnahme bis zum fertigen Produkt.













