Das Tagungsprogramm umfasst wieder ein breites Spektrum von künstlerischen Positionen des Mediums Fotografie von Arbeiten im dokumentarischen Stil, über Inszenierungen, konzeptionellen Strategien bis hin zu Installationen. So lotet Harald Fuchs mit seinen multimedialen Werken die ganze Bandbreite der künstlerischen Gestaltung aus, um die Bedeutungsvielfalt bei dem fotografischen Blick auf die Welt zu erhalten. Die Komplexität der Wahrnehmung in einem künstlerischen Prozess experimentell zu erkunden ist auch das Anliegen von David Grabiniok und Stephen Mooney. In einer konzeptionell seriellen Arbeit hat Simone Demandt Objekte aufgespürt, die abgründige Geschichten von Gewalt und Verbrechen erzählen. Gesellschaftliche Veränderungen in Deutschland im Laufe der letzten 40 Jahre werden durch das Projekt Paare – Menschenbilder aus der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts von Nadine Preiß und Damian Zimmermann sichtbar gemacht, da sie ihre Portraits in direkten Bezug setzen zu den Paar-Bildern von Beate Rose aus dem Jahr 1971. Ein wichtiger Schwerpunkt im Vortragsprogramm bilden auch Buchprojekte, die im Entstehen sind oder gerade veröffentlicht wurden. So stellt Ferit Kuyas seine beiden Langzeitprojekte mit Stadtlandschaften und Portraits aus Guatemala City und A Quintology of Diaries bestehend aus fünf visuellen Tagebüchern vor, die kurz vor ihrer Vollendung stehen. Neben Vorträgen von langjährigen Mitgliedern der Deutschen Fotografischen Akademie, wie Marlene Schnelle-Schneyder, die den architektonischen Wandel in Berlin in fotografischen Serien dokumentiert, liegt ein Schwerpunkt der Tagung auch auf der Vorstellung junger Positionen der aktuellen Fotografie. So haben die beiden Professorinnen Katharina Bosse und Yvonne Seidel einige ihrer Studenten eingeladen, ihre Arbeiten zu zeigen.
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