Das 19. Umweltfotofestival »horizonte zingst« stellt 2026 den Menschen in den Mittelpunkt seiner Ausstellungen und Veranstaltungen. Unter dem programmatischen Titel „Der Mensch“ widmet sich das international renommierte Fotofestival den vielen Facetten menschlicher Existenz – zwischen Kreativität, Verantwortung und dem Umgang mit der Umwelt.
Der Mensch erscheint beim Festival in Zingst als widersprüchliches Wesen, das gleichzeitig erschafft und zerstört, Sicherheit sucht und Freiheit anstrebt. Genau diese Spannungsfelder bilden den inhaltlichen Rahmen für die Ausstellungen des Festivals, die Fragen nach unserem Zusammenleben, nach Verantwortung gegenüber der Natur und nach zukünftigen Lebensformen aufwerfen.
Kuratiert wird das Programm von Edda Fahrenhorst, die den Perspektivwechsel bewusst gewählt hat. Nachdem sich frühere Festivaljahrgänge mit Themen wie Flora, Fauna oder Ressourcen beschäftigt haben, rückt nun der Mensch selbst in den Mittelpunkt – nicht nur als Individuum, sondern als Teil eines größeren ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenhangs.
Rund 15 Ausstellungen verteilen sich über das gesamte Ostseeheilbad Zingst. Dabei verwandeln sich öffentliche Plätze, Parks und Strandabschnitte in großformatige Ausstellungsräume. Insgesamt sind mehr als 45 Fotografinnen und Fotografen aus verschiedenen Ländern beteiligt, deren Arbeiten in 12 Einzelausstellungen und drei Gruppenausstellungen präsentiert werden.
Zu den zentralen Projekten gehört die Serie „Toy Giants“ von Daniel & Geo Fuchs, die ab Ende Mai als großformatige Strandinstallation zu sehen sein wird. Überlebensgroß inszenierte Spielzeugfiguren erzählen dabei von menschlicher Fantasie, von kulturellen Symbolen und von unseren Vorstellungen von Heldentum und Identität.
Ein völlig anderer Blick auf die Welt findet sich in der Arbeit „Höhlenwelten“ des Fotografen und Abenteurers Robbie Shone. Seine Bilder entstehen in bislang kaum erforschten Höhlen, Gletscherspalten und unterirdischen Flüssen. In diesen monumentalen Landschaften erscheint der Mensch oft nur als kleine Figur – als Maßstab für die Dimensionen unseres Planeten.
Die Serie „The Anthropocene Illusion“ von Zed Nelson wiederum beschäftigt sich mit der Inszenierung von Natur. Freizeitparks, Zoos oder künstliche Landschaften zeigen, wie sehr Natur heute häufig zur Kulisse geworden ist – eine Reflexion über die Distanz zwischen menschlicher Zivilisation und der natürlichen Welt.
Mit „Solar Portraits“ richtet der Fotograf Rubén Salgado Escudero den Blick auf Menschen, deren Alltag von Solarenergie geprägt ist. Seine Porträts zeigen eindrucksvoll, wie Zugang zu Licht und Energie Lebensrealitäten verändert und neue Perspektiven für nachhaltige Entwicklung eröffnet.
Neben den Ausstellungen bietet das Festival ein umfangreiches Begleitprogramm. Workshops, Talks, Vernissagen und Multivisionsshows laden dazu ein, Fotografie nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben. Besonders beliebt ist die „Bilderflut“, eine Open-Air-Multivisionsshow am Strand, die an mehreren Abenden hintereinander Fotoprojekte, Interviews und Wettbewerbsbeiträge präsentiert.
Unterstützt wird das Festival von Partnern aus der Fotobranche. So produziert Epson einen Großteil der Ausstellungsprints, während Leica mit Workshops der Leica Akademie vertreten ist. Auch Cewe beteiligt sich mit einem mobilen Truck sowie Workshops und Vorträgen.
Mit seiner Mischung aus internationalen Ausstellungen, praxisnahen Workshops und der besonderen Atmosphäre an der Ostsee zählt das Umweltfotofestival »horizonte zingst« zu den bedeutendsten Fotografie-Events Europas.
Weitere Informationen und das vollständige Festivalprogramm:













