Mit der vierten Ausgabe von „:unmittelbar“ präsentiert der Verein Deutsche Sofortbild Kunst vom 25. Juli bis 1. August 2026 aktuelle Positionen der deutschen Sofortbild-Szene im Kunsthaus Bethanien in Berlin. Die Vernissage findet bereits am 24. Juli um 19 Uhr statt.
- Foto: Michael Haas
Rund 50 Künstler aus ganz Deutschland zeigen, wie vielfältig sich das Sofortbild heute zwischen klassischer Fotografie, experimenteller Technik und objekthaftem Kunstwerk positioniert. Das Spektrum reicht von Landschaft, Porträt und Akt über mechanische Eingriffe bis zur chemischen Veränderung des Filmmaterials.
Die Ausstellung versteht die analoge Sofortbildfotografie dabei ausdrücklich als Gegenpol zur digitalen Bilderflut. Während Bilder zunehmend automatisiert erzeugt, beliebig vervielfältigt und jederzeit verfügbar werden, bleibt jedes Sofortbild ein physisches Original. Material, Zufall und Zeit werden zu sichtbaren Bestandteilen des fotografischen Prozesses.
- Foto: kiraton (Kirsten Mengewein)
„Das Sofortbild lehrt uns, geduldiger zu sein und bewusster in die Welt zu blicken“, erklärt Sabine Skodda, Vorsitzende des Vereins Deutsche Sofortbild Kunst. Seine Stärke liege nicht in technischer Perfektion, sondern in der Übersetzung von Emotionen und in jenen überraschenden Momenten, die sich während der Entwicklung ergeben. Gerade das Unvorhersehbare und Nicht-Perfekte verschaffe dem Medium seine besondere Qualität.
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Programm. Vorgesehen sind eine englischsprachige Führung mit Kurator Andrés Aguilar Caro, Künstlerworkshops, ein Fotowalk sowie eine offene Mitmachaktion. Von Montag bis Freitag werden außerdem jeweils um 18 Uhr kostenlose Führungen durch die Ausstellung angeboten. Die Finissage findet am 1. August von 12 bis 16 Uhr statt.
Der 2024 gegründete Verein Deutsche Sofortbild Kunst will dem Medium durch Ausstellungen, Workshops, Kurse und Kooperationen größere öffentliche Sichtbarkeit verschaffen. Nach früheren Präsentationen in Bochum, Hannover, Plech und der Fotogalerie Friedrichshain kehrt die Werkschau mit „:unmittelbar 2026“ erneut nach Berlin zurück.
Foto oben: Fred Johnsson
:unmittelbar 2026
Kunsthaus Bethanien, Mariannenplatz 2, Berlin
25. Juli bis 1. August 2026
Vernissage: 24. Juli, 19 Uhr
















