Vom 27. Juli bis 9. August 2026 zeigt das Olympiastadion Berlin ausgewählte Arbeiten aus Martin Schoellers weltbekannter Serie „Close Up“. Die von CAMERA WORK präsentierte Werkpräsentation bringt die charakteristischen Frontalporträts des Fotografen in die historisch geprägten Räume der Ehrenhalle.
Martin Schoellers „Close Up“-Porträts folgen seit Jahrzehnten einem konsequenten Prinzip: prominente wie weniger bekannte Persönlichkeiten werden aus identischer Perspektive, mit vergleichbarem Bildausschnitt und gleichbleibend direktem Licht fotografiert. Gesellschaftlicher Status, öffentliche Rolle und individuelle Inszenierungsstrategien treten dabei in den Hintergrund.
- MARTIN SCHOELLER BRUCE SPRINGSTEEN 2002
- MARTIN SCHOELLER CATE BLANCHETT 2006
- MARTIN SCHOELLER DENNIS HOPPER 2008
Gerade im Olympiastadion erhält dieser Ansatz eine besondere Spannung. An einem Ort, an dem Popstars und Spitzensportler ihre öffentliche Reputation inszenieren, entzieht Schoeller den Porträtierten weitgehend die üblichen Mittel der Selbstdarstellung. Die Konzentration auf Gesicht, Blick und kleinste physiognomische Details erzeugt eine visuelle Gleichrangigkeit, die unmittelbare Vergleiche ermöglicht und zugleich die fotografische Methode selbst sichtbar macht.
Prominenz ohne Distanz
Zu den präsentierten Arbeiten gehören Porträts von Dennis Hopper, Cate Blanchett und Bruce Springsteen. Ergänzt wird die Auswahl durch inszenierte Aufnahmen wie „George Clooney and Brad Pitt“ von 2007 und „David Lynch at His House“ aus dem Jahr 1999.
Die Arbeiten sind in verschiedenen Formaten und limitierten Editionen erhältlich. Das Exposé zur Ausstellung kann direkt bei CAMERA WORK angefordert werden.
Die Präsentation ist im Rahmen einer Stadionbesichtigung oder Führung für Besucher des Olympiastadions zugänglich. Eine gesonderte Ausstellungseröffnung für das Publikum ist nicht vorgesehen.
30 Jahre „Close Up“ online
Parallel zur Präsentation im Olympiastadion zeigt die CAMERA WORK Virtual Gallery die Ausstellung „30 Years of Close Up“. Mehr als 30 Arbeiten geben dort einen Überblick über die Entwicklung der Serie und umfassen neben den bekannten Nahporträts auch inszenierte Aufnahmen. Einige Werke werden erstmals öffentlich vorgestellt.
Die virtuelle Ausstellung ist rund um die Uhr zugänglich.
Martin Schoeller im Olympiastadion Berlin
27. Juli bis 9. August 2026
Olympiastadion Berlin, Ehrenhalle
Zugang im Rahmen einer Stadionbesichtigung oder Führung















