Der BFF – Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter gibt nach der Neuwahl des Bundesvorstands im Juni 2026 nun weitere personelle Veränderungen bekannt: Roland Breitschuh (links) übernimmt die Geschäftsführung, während Rechtsanwalt Sebastian Deubelli (rechts) künftig für die juristische Betreuung zuständig ist. Gleichzeitig verabschiedet sich der Verband von Jürgen Meister und Dorothe Lanc.
Mit Roland Breitschuh setzt der BFF auf eine Persönlichkeit aus den eigenen Reihen. Der Fotograf und Filmemacher kennt den Verband aus unterschiedlichen Funktionen: als langjähriges Mitglied, ehemaliger Regionalvertreter und zuletzt Mitglied des Bundesvorstands. Künftig soll er die Modernisierung und Weiterentwicklung des Berufsverbands begleiten, bestehende Partnerschaften pflegen und neue Formen der Zusammenarbeit vorantreiben.
Breitschuh arbeitet seit 1987 als Fotograf in den Bereichen Corporate, Porträt, Reportage und Event. Seit 1998 ist er darüber hinaus als Kameramann und Filmregisseur tätig. Seine Arbeiten wurden international ausgezeichnet, unter anderem im Bereich des Dokumentarfilms. Damit bringt er Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen der professionellen Bildproduktion in seine neue Funktion ein.
Auch die juristische Betreuung der Mitglieder wird neu organisiert. Mit Sebastian Deubelli gewinnt der BFF einen auf Urheber- und Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt, der über langjährige Erfahrung im professionellen Bildmarkt verfügt.
Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehören neben dem Urheberrecht insbesondere Fragen des Medien-, Wettbewerbs-, Presse-, Verlags- und Markenrechts. Deubelli ist zudem als Autor und Referent zu bildrechtlichen Themen tätig und gehört der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) an.
Die Neubesetzung erhält vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen für professionelle Fotografen besondere Bedeutung. Fragen der Bildnutzung durch generative KI, der Lizenzvergütung, des Schutzes fotografischer Urheberrechte und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen selbstständiger Kreativer gewinnen zunehmend an Gewicht.
Entsprechend hat der BFF erst Ende Oktober seine Interessenvertretung auch im Lobbyregister des Deutschen Bundestages dokumentiert. Zu den dort genannten Anliegen gehören die Absicherung freier Fotografen, die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen für KI-Training, faire Lizenzvergütungen und die Kennzeichnung authentischer Fotografien durch offene Herkunftsstandards wie C2PA.
Jürgen Meister war als Geschäftsführer maßgeblich an der organisatorischen Entwicklung und Betreuung des Verbandes beteiligt. Dorothe Lanc begleitete den BFF als Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht und langjährige Justiziarin. Ihre Arbeit umfasste insbesondere die rechtliche Beratung der Mitglieder zu Verträgen, Nutzungsrechten und urheberrechtlichen Fragen.
Der BFF würdigt das Engagement beider ausdrücklich und betont, dass ihre Arbeit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Verbandes geschaffen habe.
Erneuerung nach Vorstandswechsel
Die Personalentscheidungen stehen im Zusammenhang mit dem bereits im Juni 2026 eingeleiteten Generationswechsel an der Verbandsspitze. Auf der Mitgliederversammlung am 7. Juni in Frankfurt am Main wurden Mareen Fischinger, Ilan Hamra und Stefanie Aumiller in den dreiköpfigen Bundesvorstand gewählt.
Das neue Führungsteam hatte angekündigt, den BFF stärker auf die veränderten Bedingungen professioneller Bildproduktion auszurichten. Zu den Schwerpunkten gehören die Förderung des fotografischen Nachwuchses, die Stärkung der Autorenschaft, die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz und die Öffnung für neue kamerabasierte Berufsfelder.
Mit den Veränderungen in Geschäftsführung und Rechtsberatung nimmt diese Neuausrichtung nun auch organisatorisch Gestalt an. Der Verband betont dabei ausdrücklich die Verbindung von Kontinuität und Erneuerung. Fotografische Qualität, gegenseitige Unterstützung und ein starkes berufliches Netzwerk sollen weiterhin das Fundament bilden.
Für den BFF, der seit mehr als 50 Jahren die Interessen professioneller Fotografen und Filmgestalter vertritt, wird entscheidend sein, wie sich diese Neuaufstellung in konkrete Angebote und Verbesserungen für seine Mitglieder übersetzt.














