Mit der Einführung von Custom Models (Beta) baut Adobe seine KI-Plattform Firefly zu einem zentralen Werkzeug für kreative Workflows aus. Die Neuerungen zeigen deutlich, wohin die Reise geht: weg von generischen KI-Ergebnissen, hin zu personalisierten, kontrollierbaren und integrierten Produktionsprozessen.
Die neue Funktion Firefly Custom Models ermöglicht es Kreativen und Teams erstmals, KI-Modelle auf Basis eigener Bildwelten zu trainieren – der eigene Stil wird damit reproduzierbar und skalierbar.
Ein entscheidender Punkt: Die Modelle bleiben standardmäßig privat, ebenso wie die generierten Inhalte. Damit adressiert Adobe eine der zentralen Fragen im Umgang mit generativer KI – die Kontrolle über Urheberschaft und geistiges Eigentum.
Parallel öffnet Firefly seine Plattform weiter und integriert über 30 führende KI-Modelle. Neben Adobes eigenen Entwicklungen kommen auch Technologien von Google, OpenAI und Runway zum Einsatz. Darunter: Googles Veo 3.1 und Nano Banana 2, Runways Gen-4.5 und Adobes Firefly Image Model 5.
Für Anwender bedeutet das: mehr stilistische Vielfalt und die Möglichkeit, je nach Anforderung das passende Modell auszuwählen – ohne die Plattform zu wechseln.
Ein weiterer strategischer Schritt ist die Entwicklung sogenannter agentischer Workflows. Mit Project Moonlight arbeitet Adobe an einer dialogbasierten Schnittstelle, die Nutzer durch kreative Prozesse begleitet – von der Idee bis zur Umsetzung.
Statt einzelner Tools tritt damit zunehmend ein System in den Vordergrund, das Aufgaben versteht, Vorschläge macht und Prozesse aktiv unterstützt. Die klassische Bedienlogik von Software verschiebt sich damit hin zu einem kollaborativen Ansatz zwischen Mensch und Maschine.
Ergänzt wird das Update durch konkrete Produktions-Features wie Quick Cut zur automatisiertem Erstellung eines strukturierten Rohschnitts aus Videomaterial. Die erweiterte Bildbearbeitung kann Objekte hinzufügen oder entfernen, Szenen erweitern und generierte Inhalte präzise nachbearbeiten
Diese Funktionen zielen weniger auf spektakuläre Einzelbilder als auf effiziente Produktionsabläufe – ein klarer Hinweis auf die zunehmende Professionalisierung generativer KI im Alltag.
Mit den neuen Custom Models reagiert Adobe auf eine zentrale Kritik an generativer KI: die Austauschbarkeit von Ergebnissen. Indem individuelle Stile trainierbar werden, verschiebt sich der Fokus wieder stärker auf die kreative Handschrift.
Gleichzeitig zeigt die Integration externer Modelle, dass sich Firefly zur offenen Plattform entwickelt – weniger als isoliertes Tool, sondern als Knotenpunkt im KI-Ökosystem.
Die Richtung ist klar: Kreative behalten die Kontrolle, während KI zunehmend die Rolle eines vielseitigen Produktionspartners übernimmt.
https://blog.adobe.com/de/publish/2026/03/19/adobe-firefly-expands-video-image-creation-with-new-ai-capabilities-custom-models













