Mit der Bekanntgabe der Jury tritt der Leica Oskar Barnack Award 2026 in eine entscheidende Phase ein. Der renommierte Fotopreis, der seit 1980 von der Leica Camera AG vergeben wird, zählt zu den international wichtigsten Auszeichnungen für fotografische Serien und setzt auch in seiner 46. Ausgabe ein starkes Zeichen für die Relevanz der Fotografie in der Gegenwart.
Die Auswahl der Preisträger basiert erneut auf einem zweistufigen Verfahren. Zunächst schlagen mehr als 130 Fotografieexperten aus 48 Ländern geeignete Arbeiten vor. Aus diesen Einreichungen erstellt die Jury eine Shortlist von maximal zwölf Serien, aus der schließlich die Gewinner der Hauptkategorie sowie des Newcomer Awards bestimmt werden.
Die diesjährige Jury vereint internationale Perspektiven aus Wissenschaft, kuratorischer Praxis und fotografischer Arbeit. Ihr gehören an: Gu Zheng, Professor an der Fudan University in Shanghai, Jane’a Johnson vom Museum of Modern Art in New York, Celina Lunsford vom Fotografie Forum Frankfurt, der italienische Fotograf Paolo Pellegrin sowie Karin Rehn-Kaufmann, Art Director und Generalbevollmächtigte der Leica Galerien International.
Im Mai wird die Jury am Leica-Hauptsitz in Wetzlar zusammenkommen, um die finale Auswahl zu treffen. Neben den etablierten Kategorien wird erstmals auch der LOBA Women Grant vergeben, dessen Ergebnis allerdings erst im kommenden Jahr bekannt gegeben wird.
Die eingereichten Arbeiten folgen den inhaltlichen Leitlinien des Wettbewerbs, die seit Beginn unverändert gelten. Ausgezeichnet werden fotografische Serien mit dokumentarischem oder konzeptionell-künstlerischem Ansatz, die sich mit der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt auseinandersetzen. Diese humanistische Perspektive geht auf den Namensgeber Oskar Barnack zurück, den Entwickler der Ur-Leica, dessen Vision den Preis bis heute prägt.
Ergänzt wird der Wettbewerb durch den Newcomer Award, der seit 2009 junge Talente unter 30 Jahren fördert. Die Nominierungen erfolgen hier in Zusammenarbeit mit 28 internationalen Institutionen und Hochschulen aus 18 Ländern.
Mit seiner klaren thematischen Ausrichtung und der internationalen Beteiligung bleibt der Leica Oskar Barnack Award auch 2026 ein bedeutendes Forum für fotografische Positionen, die gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren und visuell verdichten.







