Im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg setzen die Deichtorhallen Hamburg und WhiteWall ihre langjährige Zusammenarbeit fort und präsentieren eine exklusive Edition der slowenischen Künstlerin und Filmemacherin Jasmina Cibic. Die auf jeweils 100 Exemplare limitierte Arbeit basiert auf ihrer Fotoserie The Gallery of Non-Aligned (2023) und erscheint parallel zum Festivalstart als hochwertige Sammleredition.

Die Triennale der Photographie Hamburg steht 2026 unter dem Leitmotiv „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other“, entwickelt vom künstlerischen Leiter Mark Sealy. Das Festival untersucht die gesellschaftliche Bedeutung von Verbundenheit, Verantwortung und Solidarität und versteht Fotografie als Medium gesellschaftlicher Reflexion und Transformation.
Vor diesem Hintergrund fügt sich Jasmina Cibics Arbeit nahtlos in das kuratorische Konzept ein. Die Künstlerin greift in ihrer Serie auf einen außergewöhnlichen Archivbestand zurück: die Sammlung der blockfreien Staaten, die Kunstwerke umfasst, die von Regierungen und Künstlern der Non-Aligned Movement gestiftet wurden. Cibic fotografiert darin ausschließlich weibliche Skulpturen, die sie als Metaphern für nationale Identitäten und politische Visionen interpretiert. Vor farbintensiven Hintergründen inszeniert, erinnern die dargestellten Köpfe und Torsi gleichermaßen an nationale Symboliken, historische Utopien und deren Zerfall. Mottenfraß und Spuren des Verfalls verweisen dabei auf Vergänglichkeit und verlorene Möglichkeiten alternativer gesellschaftlicher Entwicklungen.
Die Edition trägt den Titel The Gallery of the Non-Aligned (Author unknown – Female head, a gift from the ambassador of Nigeria J.D.O. Sakoya) und erscheint in zwei Ausführungen. Neben einem Fine Art Pigmentdruck hinter mattem Acrylglas in einer ArtBox aus Nussbaumholz wird die Arbeit auch als ungerahmter Fine Art Print auf Hahnemühle Photo Rag angeboten. Beide Versionen werden mit einem nummerierten und von der Künstlerin signierten Echtheitszertifikat ausgeliefert.
Jasmina Cibic zählt zu den interessantesten zeitgenössischen Künstlerinnen an der Schnittstelle von Fotografie, Film, Installation und Performance. International bekannt wurde sie durch ihre Untersuchungen darüber, wie Kunst, Architektur und Kultur als Instrumente politischer Macht eingesetzt werden. Ihre Arbeiten waren unter anderem im MoMA New York, im Museum der Moderne Salzburg, im BALTIC Centre for Contemporary Art sowie im macLYON zu sehen. 2013 vertrat sie Slowenien auf der Biennale von Venedig.
Im begleitenden Interview beschreibt Cibic ihre Fotografien nicht als isolierte Bilder, sondern als Fragmente größerer Erzählungen. Sie versteht ihre Arbeiten als Dokumente von Begegnungen mit Machtstrukturen und als Ausgangspunkt für neue Gespräche über Geschichte, Identität und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Kooperation zwischen WhiteWall, den Deichtorhallen Hamburg und Jasmina Cibic zeigt beispielhaft, wie sich hochwertige fotografische Produktion und zeitgenössische Kunst verbinden lassen. Während WhiteWall einen Großteil der Ausstellungsproduktionen der Triennale realisiert, eröffnet die limitierte Edition Sammlern die Möglichkeit, eine zentrale Arbeit der diesjährigen Triennale in musealer Qualität zu erwerben. Gleichzeitig verweist das Projekt auf die zunehmende Bedeutung fotografischer Editionen als Brücke zwischen Ausstellung, Sammlung und privatem Kunstraum.













