Die Jury des Deutschen Fotobuchpreises 26|27 steht fest. Das Internationale Festival Fotografischer Bilder hat das sechsköpfige Fachgremium für die aktuelle Ausschreibungsrunde bekanntgegeben. Gesucht werden erneut die besten fotografischen Bildbände, Fotobücher, Publikationen und Textsammlungen über fotografische Bilder aus dem deutschsprachigen Raum.

Der Deutsche Fotobuchpreis zählt zu den wichtigen Auszeichnungen für fotografische Publikationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Prämiert werden Bücher in zwölf Kategorien, die die Vielfalt aktueller fotografischer Praxis ebenso abbilden wie die Rolle des Fotobuchs als eigenständiges künstlerisches, dokumentarisches, gestalterisches und theoretisches Medium.
Ausgezeichnet werden die besten Einreichungen mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Teilnahmeberechtigt sind Publikationen, die zwischen dem 15. Juni 2025 und dem 14. Juni 2026 erschienen sind oder noch erscheinen. Der verlängerte Online-Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2026 um 23:59 Uhr.
Die Jury setzt sich aus Experten aus Fotografie, Kunstgeschichte, Kuration, Buchgestaltung und Literaturwissenschaft zusammen. Ihr gehören Laura Ettel, Dr. Katharina Günther, Hans-Michael Koetzle, Uta Kopp, Prof. Lotte Reimann und Prof. Dr. Bernd Stiegler an. Nach Ende der Einreichungsfrist begutachtet das Gremium die eingereichten Titel und wählt die Preisträger des Jahrgangs 26|27 aus.
Mit seiner Ausrichtung auf fotografische Bildbände, künstlerische Fotobücher, theoretische Publikationen und Textsammlungen macht der Wettbewerb deutlich, wie breit das Medium Fotobuch heute verstanden wird. Es ist längst nicht mehr nur Präsentationsform für fotografische Arbeiten, sondern zugleich kuratorischer Raum, erzählerisches Format, gestalterisches Experiment und diskursive Plattform.
Physische Exemplare der eingereichten Bücher müssen nach der Online-Anmeldung an den Kooperationspartner des Wettbewerbs, die Staatliche Bibliothek Regensburg, geschickt werden. Sie sollen spätestens 14 Tage nach der Online-Anmeldung eintreffen.
Parallel läuft die Ausstellungstour des Deutschen Fotobuchpreises 25|26 weiter. Stationen sind unter anderem die LMU München, das Regierungspräsidium Karlsruhe, die Kunsthalle Düsseldorf im Rahmen der „Between Books“ Art Book Fair, die Frankfurter Buchmesse, die Stuttgarter Buchwochen sowie die Zentralbibliothek Düsseldorf. Damit bleibt der Wettbewerb nicht auf die Prämierung beschränkt, sondern macht die ausgezeichneten Bücher einem breiteren Publikum zugänglich.
Der Deutsche Fotobuchpreis 26|27 setzt damit seine Rolle als Schaufenster für aktuelle Fotobuchkultur im deutschsprachigen Raum fort. Gerade in einer Zeit, in der fotografische Bilder zunehmend digital zirkulieren, behauptet das Fotobuch seine besondere Qualität: als verdichteter, gestalteter und dauerhaft erfahrbarer Raum für fotografisches Denken.










