Sony stellt mit der RX10 V die fünfte Generation seiner All-in-One-Superzoom-Kamera vor. Das neue Modell kombiniert ein fest integriertes ZEISS Vario-Sonnar T* 24–600 mm F2.4–4.0 Objektiv mit KI-gestütztem Autofokus, hoher Serienbildgeschwindigkeit und erweiterten Videofunktionen. Die Kamera kann ab sofort vorbestellt werden und soll 2.500 Euro kosten.

Die RX10 V richtet sich an ambitionierte Anwender, die eine große Brennweitenabdeckung nutzen möchten, ohne ein System aus Kamera und Wechselobjektiven mitzuführen. Das integrierte 25-fach-Zoom deckt den Bereich vom Weitwinkel bis zum Supertele ab und eignet sich damit für Reise-, Natur-, Sport-, Alltags- und Familienfotografie. Makroaufnahmen sind bereits ab rund drei Zentimetern Abstand bei 24 mm möglich, im Telebereich ab rund 72 Zentimetern bei 600 mm.
Im Inneren arbeitet ein 1,0-Zoll Exmor RS Stacked CMOS-Sensor mit rund 20,1 Megapixeln in Kombination mit dem BIONZ XR Bildprozessor. Der Prozessor soll auch bei höheren ISO-Werten detailreiche Aufnahmen mit reduziertem Rauschen ermöglichen. Für individuelle Bildstile stehen zwölf Creative Look Presets zur Verfügung. Der überarbeitete D-Range Optimizer bietet nun einen erweiterten Einstellbereich bis Level 8 und soll vor allem bei starken Kontrasten und Gegenlichtsituationen Vorteile bringen.
Ein Schwerpunkt der RX10 V liegt auf dem Autofokus. Der Real-time Recognition AF nutzt eine spezielle KI-Verarbeitungseinheit und erkennt Menschen, Tiere, Vögel, Insekten, Autos, Züge und Flugzeuge. Zusätzlich kann die Kamera menschliche Körperhaltungen analysieren und Personen auch dann verfolgen, wenn das Gesicht nicht sichtbar ist. Real-time Tracking wird per Touch aktiviert.
Für schnelle Motive berechnet die Kamera Fokus und Belichtung bis zu 60-mal pro Sekunde. Serienaufnahmen sind mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde inklusive AF-/AE-Nachführung und blackoutfreier Sucheranzeige möglich. Die Funktion Continuous Shooting Speed Boost erlaubt es, die Serienbildgeschwindigkeit während der Aufnahme anzupassen.
Auch im Videobereich wurde die RX10 V deutlich erweitert. Die Kamera nimmt 4K-Videos mit bis zu 120p auf und ermöglicht damit Zeitlupen mit bis zu fünffacher Verlangsamung. Der Active Mode stabilisiert Freihandaufnahmen, kompatible Mikrofone lassen sich über den Multi Interface Shoe mit digitaler Audioübertragung anschließen. Hinzu kommen S-Cinetone, S-Log3, der Import von bis zu 16 LUTs, Zeitrafferfunktionen, Shot Mark sowie Auto Framing, bei dem die KI-Motiverkennung das Hauptmotiv automatisch im Bild hält.
Bei Bedienung und Gehäuse orientiert sich Sony stärker an der Alpha-Serie. Die RX10 V bietet einen ergonomisch gestalteten Griff, eine überarbeitete Tastenanordnung und einen reaktionsschnellen Multifunktions-Selektor mit Acht-Wege-Steuerung. Der elektronische Sucher wurde aufgewertet und nutzt ein 0,5-Zoll Quad-VGA OLED-Panel mit rund 3,68 Millionen Bildpunkten und 0,78-facher Vergrößerung. Der 3,0-Zoll-LCD-Monitor löst mit rund 1,62 Millionen Bildpunkten auf.
Neu gegenüber dem Vorgängermodell ist auch der Akku: Die RX10 V nutzt den NP-FZ100 Akku der Z-Serie und erreicht laut Sony bis zu 630 Aufnahmen bei Verwendung des Monitors beziehungsweise bis zu 570 Aufnahmen mit Sucher. Die Laufzeit fällt damit mehr als 50 Prozent höher aus als bei der RX10 IV.
Für den mobilen Workflow unterstützt die Kamera WLAN mit 2,4 und 5 GHz, USB-C, 4K-Livestreaming mit bis zu 30p sowie Sonys Creators’ App. Darüber lassen sich Dateien auf Smartphones oder in die Cloud übertragen, die Kamera fernsteuern und Software- sowie Funktionsupdates durchführen. Das Gehäuse ist staub- und feuchtigkeitsresistent ausgeführt, jedoch nicht vollständig gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit geschützt.
Mit der RX10 V führt Sony ein Kamerakonzept fort, das im aktuellen Marktumfeld eine besondere Rolle einnimmt. Während spiegellose Systemkameras maximale Flexibilität über Wechselobjektive bieten, setzt die RX10 V auf die Integration eines extrem großen Zoombereichs in einem festen Gehäuse. Damit bleibt sie eine Spezialistin für Anwender, die Reichweite, Geschwindigkeit und Videofunktionen in einer einzigen Kamera suchen.











