Lomography präsentiert mit der Lomomatic 110 Discomatic eine neue Designvariante seiner Pocketfilmkamera. Hinter der auffälligen Gestaltung steckt eine kompakte Analogkamera mit Glasobjektiv, automatischer Belichtung und manuellen Eingriffsmöglichkeiten.
Mit Türkis, Pink, Gelb und schwarz-weißen Karomustern erinnert die Lomomatic 110 Discomatic unübersehbar an die Pop- und Clubästhetik der 1980er-Jahre. Technisch basiert die Sonderausführung auf der Lomomatic 110 und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Anhänger der analogen Fotografie.
Die Kamera arbeitet mit Pocketfilm im Format 110 und verfügt über ein 23-mm-Minitar-Glasobjektiv. Trotz ihrer kompakten Abmessungen bietet sie eine automatische Belichtungssteuerung, einen Zonenfokus sowie eine einstellbare Filmempfindlichkeit. Zur Wahl stehen ISO 100, 200 und 400.
- Foto: TH Filmjmj, Lomomatic-110, cn 110Film
- Foto: Nicola Armento, Lomomatic 110, cn 110 Film
Für Tagesaufnahmen steht eine Blende von f/5,6 zur Verfügung, bei wenig Licht kann mit f/2,8 fotografiert werden. Neben der automatischen Verschlusssteuerung besitzt die Lomomatic einen Bulb-Modus für Langzeitbelichtungen. Der integrierte Blitz lässt sich automatisch zuschalten oder manuell deaktivieren. Auch unbegrenzte Mehrfachbelichtungen sind möglich. Die Stromversorgung übernimmt eine CR2-Batterie, auf einen Stativanschluss wurde verzichtet.
Rückkehr des Pocketfilms

Foto: Suthita, Lomomatic-110, Purple-110 Film
Das 110-Format wurde in den 1970er-Jahren populär, weil es besonders kompakte und einfach zu bedienende Kameras ermöglichte. Lomography nahm die Produktion entsprechender Filme 2012 wieder auf und bietet das Format heute als Farbnegativ-, Schwarzweiß-, Redscale- und LomoChrome-Film an. Nach Angaben des Unternehmens ist Lomography derzeit der einzige Hersteller, der sowohl 110-Filme als auch neue Kameras für das Format produziert.
Mit der Discomatic-Variante stellt Lomography weniger technische Neuerungen als vielmehr den spielerischen Charakter der analogen Fotografie in den Mittelpunkt. Die kleine Kamera soll spontane Schnappschüsse, Partys und Reisen begleiten und dabei bewusst Raum für Zufall, Mehrfachbelichtungen und die typischen Unwägbarkeiten des Pocketfilmformats lassen.

















