Adobe bündelt seine Kreativ- und Produktivitätswerkzeuge in einem neuen einheitlichen Plugin für ChatGPT. Mehr als 70 Funktionen aus Anwendungen wie Photoshop, Firefly, Lightroom, Premiere, Acrobat, Illustrator, InDesign und Adobe Express sollen sich damit direkt aus dem Gespräch heraus nutzen lassen.
Das neue Adobe-Plugin ersetzt die bislang getrennten ChatGPT-Konnektoren des Unternehmens durch eine gemeinsame Schnittstelle. Nutzer beschreiben im Chat das gewünschte Ergebnis, während das Plugin im Hintergrund die dafür geeigneten Adobe-Werkzeuge auswählt und kombiniert.
Damit reicht der Zugriff von Bildbearbeitung und generativer Gestaltung über Video und Layout bis zur Arbeit mit Dokumenten. Zu den integrierten Anwendungen gehören unter anderem Photoshop, Firefly, Adobe Express, Premiere, Acrobat, Lightroom, Illustrator, InDesign und Adobe Stock.
Vom Prompt zum fertigen Asset
Adobe positioniert das Plugin nicht nur als einzelne Bearbeitungsfunktion, sondern als Schnittstelle für komplette Workflows. So lassen sich beispielsweise mehrere Fotos mit einem einheitlichen Look versehen, anschließend in Creative Cloud speichern und für Produkt- oder Verpackungsdarstellungen weiterverwenden.
Auch Videoworkflows sollen sich aus ChatGPT heraus anstoßen lassen. Längere Videos können für kurze Social-Media-Formate aufbereitet und anschließend für Plattformen wie Instagram Reels oder YouTube Shorts angepasst werden.
Bei Design- und Publishing-Aufgaben können Vorlagen ausgewählt, Texte und Farben verändert, Inhalte animiert und schließlich als PDF ausgegeben werden.
ChatGPT als Steuerzentrale
Der wesentliche Ansatz besteht darin, dass Anwender nicht mehr selbst entscheiden müssen, welches Adobe-Programm oder Werkzeug für einen bestimmten Arbeitsschritt benötigt wird. Stattdessen soll die Beschreibung des gewünschten Resultats genügen. Das Plugin übernimmt anschließend die Koordination der beteiligten Adobe-Funktionen.
Für komplexere Bearbeitungen bleibt der Übergang in die klassischen Desktop- und Web-Anwendungen erhalten. Projekte können aus dem Chat heraus in Photoshop, Premiere oder Adobe Express weiterbearbeitet werden, wenn mehr Kontrolle oder Präzision erforderlich ist.
Damit verschiebt sich die Rolle von ChatGPT zunehmend von der reinen Textschnittstelle hin zu einer übergeordneten Arbeitsoberfläche, über die spezialisierte Kreativwerkzeuge angesprochen und kombiniert werden können.
Adobe baut KI-Integration aus
Mit dem neuen Plugin führt Adobe seine bisherigen ChatGPT-Integrationen zusammen und erweitert gleichzeitig deren Funktionsumfang. Für Fotografen und Content-Produzenten dürfte vor allem interessant sein, wie weit sich künftig Bildauswahl, Bearbeitung, Variantenbildung und Ausgabe tatsächlich in einem dialogbasierten Workflow erledigen lassen – und an welcher Stelle weiterhin der Wechsel in Lightroom oder Photoshop notwendig bleibt.
















