Vom 9. März bis 5. Juni 2016 präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt Werkgruppen der US-Fotojournalistin Susan Meiselas. Verfolgung, Vertreibung, Flucht, Verlust von Heimat und Biografie sind die Themen um die sich seit Jahrzehnten ihre Fotografie dreht. Sie beschäftigt sich mit politischen und historischen Ereignissen und deren Folgen für Menschen. Mit „Carrying the Past, Forward“ zeigt das Fotografie Forum Frankfurt die erste umfassende Einzelausstellung der Magnum-Fotografin in Deutschland. Vorgestellt werden zwei zentrale Werkgruppen, die Meiselas‘ Lebenswerk repräsentieren und zugleich einen Bogen zur aktuellen Flüchtlings- und Migrationsdebatte in Europa schlagen. Meiselas setzt ins Bild, was Not, Gewalt, Krieg und Zwangsmigration mit Menschen machen.
Susan Meiselas fotografiert nicht nur, sondern führt auch Interviews, macht Filme, produziert mit den Menschen vor Ort handgemachte Fotobücher, verarbeitet Archivmaterial, recherchiert Fakten aus bestehenden Archiven und trägt überlieferte und erzählte Daten zu neuen Archiven zusammen. Über Jahre hinweg kehrt sie in ihren verschiedenen Projekten immer wieder zu den fotografierten Orten und Menschen zurück, fotografiert, filmt und interviewt erneut. Gleichsam in der Art einer empirisch arbeitenden Sozialforscherin konserviert die Fotokünstlerin historischen Bestand und dokumentiert historischen Wandel. Das Allgemeingültige von Geschichte und das Höchstpersönliche von Schicksalen fallen so in Susan Meiselas‘ Werk immer zusammen.
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