Mit der instax mini Evo 2 präsentiert FUJIFILM die nächste Generation seiner hybriden Sofortbildkamera. Das neue Modell kombiniert digitale Fotografie mit dem klassischen instax-Sofortbildfilm und erweitert die kreativen Möglichkeiten um 100 Effektkombinationen, einen großen Touchscreen sowie neue Foto- und Videofunktionen.
Die instax mini Evo 2 führt das Konzept der erfolgreichen Evo-Serie fort: Bilder werden zunächst digital aufgenommen, können auf dem Kameradisplay begutachtet und anschließend gezielt auf instax mini Sofortbildfilm ausgegeben werden. So verbindet die Kamera die Flexibilität digitaler Aufnahmetechnik mit dem unmittelbaren Erlebnis eines physischen Sofortbilds.
Äußerlich orientiert sich die neue Hybridkamera an klassischen Analogmodellen. Einstellräder, ein Objektivring und der charakteristische Druckhebel unterstreichen den bewusst haptischen Bedienansatz. Technisch setzt FUJIFILM dagegen auf eine weitgehend digitale Ausstattung.
Erstmals mit 4,5-Zoll-Touchscreen
Die auffälligste Neuerung ist das 4,5 Zoll große TFT-Farbdisplay mit Touchfunktion und rund 1,23 Millionen Bildpunkten. Erstmals verfügt damit eine instax-Kamera über einen Bildschirm dieser Größe.
Der Touchscreen dient nicht nur der Bildkontrolle, sondern auch der Auswahl kreativer Effekte, der Bedienung verschiedener Kamerafunktionen und der Vorbereitung des Ausdrucks.
Für die Bildgestaltung stehen zehn Objektiveffekte und zehn Filmeffekte bereit, die sich frei kombinieren lassen. Daraus ergeben sich insgesamt 100 unterschiedliche Bildlooks. Zusätzlich können drei Effektmuster über den Objektivring oder durch Wischgesten auf dem Display ausgewählt werden.
Wie beim Vorgängermodell lassen sich Aufnahmen wahlweise im instax-Rich-Modus mit kräftigeren Farben oder im instax-Natural-Modus mit zurückhaltenderer Farbwiedergabe ausgeben.
Expanded View und Immersive Movie
Neu ist die Funktion instax Expanded View, mit der Fotografen bereits vor der Aufnahme einen erweiterten Bildausschnitt auf dem Display betrachten können. Ein eingeblendeter Rahmen markiert den späteren Bildbereich und erleichtert die Komposition.
Eine weitere Neuerung ist instax Immersive Movie. Dabei zeichnet die Kamera die vier Sekunden unmittelbar vor dem Auslösen auf und ergänzt das eigentliche Standbild um eine kurze Videosequenz. So können auch Bewegungen und Situationen festgehalten werden, die dem fotografierten Moment vorausgehen.
Die Videofunktion arbeitet mit einer Auflösung von 560 × 992 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde. Die Speicherung der Clips setzt eine microSD-Karte voraus.
CMOS-Sensor
Im Inneren arbeitet ein 1/2,77-Zoll-CMOS-Sensor. Die reguläre Bildauflösung beträgt 2.144 × 2.860 Pixel, was rund 6,1 Megapixeln entspricht. Unter bestimmten Aufnahmeeinstellungen und bei Verwendung einer Speicherkarte sind auch Dateien mit 3.100 × 4.128 Pixeln und damit rund 12,8 Megapixeln möglich.
Das Objektiv besitzt eine Lichtstärke von F2,0. Je nach Aufnahmefunktion und gewähltem Bildausschnitt ergeben sich unterschiedliche kleinbildäquivalente Brennweiten zwischen 21 und 33 Millimetern.
Die Kamera bietet einen Einzelautofokus mit Gesichtserkennung und fokussiert ab einer Entfernung von zehn Zentimetern. Die Belichtungssteuerung erfolgt über eine Programmautomatik mit Empfindlichkeiten von ISO 100 bis ISO 1600. Eine Belichtungskorrektur um ±2 EV ist möglich.
Als Speichermedien dienen der interne Speicher für rund 45 Aufnahmen sowie microSD-, microSDHC- und microSDXC-Karten mit bis zu 256 GB Kapazität.
Sofortbilder in rund 14 Sekunden
Die instax mini Evo 2 verwendet den bekannten instax mini Sofortbildfilm. Die Ausgabe eines Bildes dauert nach Herstellerangaben rund 14 Sekunden, wobei die anschließende Filmentwicklung zusätzlich Zeit benötigt.
Die Druckauflösung beträgt bis zu 635 × 318 dpi. Die Bildauswahl erfolgt über das Display, der eigentliche Druck wird durch den klassischen Hebel ausgelöst.
Mit einer Akkuladung sollen rund 90 Ausdrucke möglich sein. Der fest eingebaute Lithium-Ionen-Akku wird über USB-C geladen und benötigt dafür etwa zwei bis drei Stunden.
Smartphone-Anbindung und Fernauslösung
Über die kostenlose instax mini Evo App lassen sich auch Smartphone-Fotos auf instax mini Film ausgeben. Bilder können vor dem Druck zugeschnitten und bearbeitet werden.
Darüber hinaus bietet die App eine digitale Galerie, in der bereits gedruckte Aufnahmen gespeichert, mit Notizen versehen und organisiert werden können. Eine Bluetooth-Verbindung ermöglicht außerdem die Fernauslösung der Kamera über das Smartphone.
Neben Bluetooth 5.2 unterstützt die Kamera WLAN im 2,4-GHz-Band.
Mit Abmessungen von 87,5 × 125,3 × 43,7 Millimetern und einem Gewicht von rund 330 Gramm ohne Filmkassette und Speicherkarte bleibt die instax mini Evo 2 vergleichsweise kompakt.
Ab Dezember
Die FUJIFILM instax mini Evo 2 soll Anfang Dezember 2026 in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 269,99 Euro. Der benötigte instax mini Sofortbildfilm ist separat erhältlich.
Mit dem neuen Modell baut FUJIFILM die Evo-Serie vor allem hinsichtlich Bedienkomfort und kreativer Funktionen aus. Der größere Touchscreen und die zusätzlichen Möglichkeiten der digitalen Bildgestaltung dürften insbesondere Nutzer ansprechen, die ihre Aufnahmen vor dem Ausdruck stärker kontrollieren möchten, ohne auf den besonderen Charakter echter Sofortbilder zu verzichten.




















