Sigma erweitert seine Aizu-Prime-Serie für Large-Format-Cinema um drei weitere Festbrennweiten: 21mm T1.3 LF, 100mm T1.3 LF und 125mm T1.3 LF. Damit umfasst die Reihe nun elf Objektive von 18 bis 125 mm – durchgehend mit Lichtstärke T1.3.
Die Aizu-Prime-Serie wurde 2025 vorgestellt und ist auf großformatige Cine-Kameras ausgelegt. Mit den drei neuen Brennweiten schließt Sigma die Lücken zwischen Ultraweitwinkel und Telebereich weiter und positioniert die Reihe als durchgängiges Set für Produktionen, bei denen ein einheitlicher Look über einen großen Brennweitenbereich gefragt ist.
- Sigma AizuPrime 21mm T1.3
- Sigma AizuPrime 100mm T1.3
- AizuPrime 125mm T1.3
Durchgehend T1.3
Das zentrale Merkmal der Serie bleibt die konstante Lichtstärke von T1.3 über alle Brennweiten hinweg. Damit lassen sich auch bei den längeren Brennweiten sehr geringe Schärfentiefen realisieren. Sigma hebt dabei ausdrücklich ein weiches Bokeh und eine natürliche Tiefenwirkung hervor.
Das optische Design ist gezielt auf Cine-Anwendungen abgestimmt. Die Objektive sollen eine moderne Schärfe liefern, ohne dabei zu hart zu zeichnen. Verzeichnung und Focus Breathing wurden laut Hersteller minimiert, um auch bei Fokusfahrten und dynamischen Szenen eine möglichst konsistente Bildwirkung zu erhalten.
Einheitlicher Look von 18 bis 125 mm
Für professionelle Produktionen ist weniger die Leistung einer einzelnen Brennweite entscheidend als die Konsistenz innerhalb eines Sets. Sigma legt deshalb Wert auf eine einheitliche Farbbalance, Kontrastcharakteristik und Streulichtwiedergabe über die gesamte Aizu-Prime-Reihe.
Der Bildkreis beträgt 46,3 mm und deckt damit neben Vollformat und Super 35 auch größere Sensorformate wie ARRI ALEXA LF Open Gate und VistaVision ab.
21, 100 und 125 Millimeter
Das neue 21mm T1.3 LF erweitert die Serie in Richtung Ultraweitwinkel. Die Naheinstellgrenze liegt bei 35 Zentimetern. Das Objektiv besitzt einen Frontdurchmesser von 95 mm, ist in PL-Ausführung 120,1 mm lang und wiegt rund 1,6 Kilogramm.
Das 100mm T1.3 LF bietet eine Naheinstellgrenze von einem Meter. Es ist 144 mm lang, besitzt ebenfalls 95 mm Frontdurchmesser und wiegt rund 2,2 Kilogramm.
Beim 125mm T1.3 LF wächst der Frontdurchmesser auf 114 mm. Die Naheinstellgrenze beträgt 1,25 Meter, die Länge 152,8 mm und das Gewicht ebenfalls rund 2,2 Kilogramm. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die PL-Version.
Für VFX-Workflows vorbereitet
Alle Aizu-Prime-Objektive sind mit Cooke /i und ZEISS eXtended Data kompatibel. Während der Aufnahme können damit Objektiv-Metadaten in Echtzeit übertragen werden. Zusätzlich lassen sich Korrekturdaten für Verzeichnung und Vignettierung exportieren, was insbesondere bei VFX-Produktionen die Nachbearbeitung erleichtern kann.
Sigma betont zudem das vergleichsweise kompakte Design der Serie. Trotz Large-Format-Abdeckung und T1.3 sollen sich die Objektive auch für Dolly-, Steadicam-, Gimbal- und Handheld-Setups eignen.
PL und Sony E
Die drei neuen Aizu Primes werden mit PL Mount und Sony E-Mount angeboten. Marktstart ist für November 2026 vorgesehen. Der Preis liegt bei 9.419 Euro pro Objektiv.
Mit den neuen Brennweiten wird die Aizu-Serie damit deutlich kompletter. Für Cine-Produktionen, die einen einheitlichen T1.3-Look von Ultraweitwinkel bis Tele benötigen, entwickelt sich die Reihe zu einem der konsequenter ausgelegten Festbrennweiten-Sets im Sigma-Portfolio.


















