Mit der Ausstellung „Der architektonische Blick – epochal – global“ widmet das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln dem Architekturfotografen Hans Georg Esch eine umfassende Werkschau. Vom 11. Juni bis 27. September 2026 präsentiert die Ausstellung großformatige Fotografien, Polaroids und aktuelle Drohnenaufnahmen, die Architektur als kulturelles, historisches und gesellschaftliches Phänomen sichtbar machen.
- HGEsch Photography, Stuttgart 21 Baudoku
- HGEsch Photography, New York
- HGEsch Photography, Oper Köln, Baudokumentation
Hans Georg Esch zählt seit Jahrzehnten zu den international renommiertesten Architekturfotografen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Präzision und künstlerischer Interpretation. Die von Raimund Stecker kuratierte Ausstellung schlägt einen Bogen über mehr als 2.000 Jahre Architekturgeschichte und verbindet Bauwerke unterschiedlicher Epochen, Kulturen und Kontinente miteinander. So treffen antike Strukturen aus Pompeji auf moderne Wohnhochhäuser chinesischer Megastädte, während Motive aus Lappland, Sydney, Beijing und dem Rheinland miteinander in Dialog treten.
Die Schau basiert auf Eschs fortlaufendem Projekt „Der architektonische Blick“, das nach den Ausstellungen zu Pompeji und dem Werk Gottfried Böhms nun in Köln seine bislang umfassendste Ausprägung findet. Dabei geht es nicht allein um die Dokumentation von Architektur. Vielmehr untersucht Esch, wie Gebäude, urbane Räume und architektonische Details durch den fotografischen Blick neue Bedeutungen erhalten. Architektur erscheint dabei nicht nur als gebauter Raum, sondern als kulturelles Symbol, das von Wahrnehmung, Erinnerung und Interpretation geprägt wird.
Neben klassischen Architekturfotografien zeigt die Ausstellung auch analoge Polaroids von Eschs Reisen rund um die Welt sowie aktuelle Drohnenaufnahmen, darunter Ansichten von Pompeji und des neu illuminierten Kölner Doms. Die Gegenüberstellung analoger und digitaler Verfahren macht deutlich, wie sich fotografische Technologien verändern, während die Faszination für die gebaute Umwelt bestehen bleibt.
Mit Formaten vom kleinen Polaroid bis zum acht Meter breiten Panorama demonstriert die Ausstellung eindrucksvoll die visuelle Kraft architektonischer Fotografie. Sie zeigt Hans Georg Eschs Fähigkeit, Gebäude nicht nur abzubilden, sondern ihre kulturelle Bedeutung und ihre Wirkung auf den Menschen sichtbar zu machen.
Foto oben: HGEsch Photography, Chaoyang Park Plaza, Architekt: MAD Architects, Beijing China 2019
















