Mit der Ausstellung „WORK HARD, DON’T LIE, AND TRY NOT TO HURT ANYBODY“ präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) vom 19. September 2026 bis 17. Januar 2027 die bislang umfassendste Werkschau des US-amerikanischen Tänzers, Choreografen und Fotokünstlers Tony Rizzi. Die von FFF-Direktorin Celina Lunsford kuratierte Ausstellung vereint Fotografien, Polaroids, Collagen, Videoarbeiten und Installationen aus mehreren Jahrzehnten künstlerischer Arbeit.

Tony Rizzi, Emi and Kazu rehearse “Steptext” – Dancers in Japan, Star Dancers Ballet, 2001
© Tony Rizzi, 2026
Der Titel der Ausstellung geht auf einen Tagebucheintrag zurück, den Rizzi kurz nach seiner Ankunft in Frankfurt im September 1985 notierte. Der Satz „Work hard, don’t lie and try not to hurt anybody“ wurde zu einer persönlichen Haltung, die sich wie ein roter Faden durch sein fotografisches und choreografisches Werk zieht.
Bekannt wurde Tony Rizzi vor allem als Tänzer des legendären Ballett Frankfurt unter William Forsythe. Parallel zu seiner internationalen Karriere als Tänzer und Choreograf entwickelte er seit den späten 1980er Jahren jedoch ein eigenständiges fotografisches Werk, das nun erstmals in dieser Breite vorgestellt wird.

Tony Rizzi, NYC Trash (Selfportrait), 1989 © Tony Rizzi, 2026
Im Zentrum der Ausstellung stehen seine charakteristischen Polaroid-Collagen, in denen sich Körper, Bewegung, Zeit und Erinnerung zu vielschichtigen Bildräumen verdichten. Die Arbeitsweise erinnert dabei an den Tanz selbst: Wiederholung, Variation, Intuition und Improvisation prägen die Bildfindung ebenso wie choreografische Prozesse. Neben Selbstporträts zeigt Rizzi Menschen aus seinem persönlichen Umfeld – Familienmitglieder, Freunde, Liebhaber und Weggefährten aus der Frankfurter Kunst- und Tanzszene. Die Arbeiten kreisen um Identität, Zugehörigkeit, Verletzlichkeit und Selbstbestimmung.

Tony Rizzi, Shoulder blades, 1994 © Tony Rizzi, 2026
Die Ausstellung spannt einen Bogen von frühen Schwarzweißfotografien der 1980er Jahre über klein- und großformatige Polaroid-Montagen bis hin zu aktuellen Videoarbeiten, mit denen Rizzi seit 2025 neue künstlerische Wege erkundet. Seine Bilder schaffen Räume für Intimität, Diversität und Empathie und eröffnen Perspektiven auf Lebensrealitäten jenseits gesellschaftlicher Zuschreibungen.

Tony Rizzi, Noah in Vienna, 1995 © Tony Rizzi, 2026
Für die Ausstellung hat Celina Lunsford gemeinsam mit dem Künstler ein Archiv von mehr als 10.000 Fotografien erschlossen. Begleitend zur Schau entsteht die erste Monografie über Tony Rizzis fotografisches Werk.
Mit dieser Retrospektive widmet sich das Fotografie Forum Frankfurt einer künstlerischen Position, die sich bewusst zwischen den Disziplinen bewegt. Tanz, Performance und Fotografie treten bei Tony Rizzi nicht als getrennte Ausdrucksformen auf, sondern als unterschiedliche Facetten einer lebenslangen Auseinandersetzung mit Körper, Erinnerung und Identität.
Foto oben: Tony Rizzi, An accident, 1996 © Tony Rizzi, 2026
Tony Rizzi: WORK HARD, DON’T LIE, AND TRY NOT TO HURT ANYBODY
19. September 2026 bis 17. Januar 2027
Fotografie Forum Frankfurt










