Die Gruppenausstellung „BERLIN (Fotografien 1979–2025)“ bringt Arbeiten von Miron Zownir, Andreas Rost, Holger Biermann und Christian Reister zusammen. Vom 24. September bis 27. November 2026 entsteht in der Berliner Image Factory ein subjektiver fotografischer Dialog über fast fünf Jahrzehnte Stadtgeschichte.
- Holger-Biermann, Tempelhofer-Feld
- Holger Biermann, Alexanerplatz
Kuratiert wird die Ausstellung von Christian Reister. Auf 20 laufenden Metern versammelt er vier eigenständige Positionen urbaner Dokumentarfotografie, die Berlin von den späten 1970er Jahren über die Nachwendezeit bis in die Gegenwart betrachten. Statt einer chronologischen Bestandsaufnahme versteht sich die Schau als persönlicher Generationsdialog und als Porträt einer Stadt, die sich permanent verändert.
Den Auftakt bilden Miron Zownirs West-Berliner Straßenszenen aus dem Jahr 1979. Seine Fotografien richten den Blick kompromisslos auf gesellschaftliche Randbereiche und markieren zugleich den zeitlichen Ausgangspunkt der Ausstellung.
- Christian Reister, Nollendorfplatz, 2010
Zwischen Nachwendezeit und Street Photography
Andreas Rost dokumentiert die Umbrüche der 1990er Jahre. Der Arno-Fischer-Schüler und Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig verbindet dabei seine ostdeutsche Biografie mit einem subjektiv-dokumentarischen Blick auf das zusammenwachsende Berlin. Reister lernte Rost später als Lehrer in seinem ersten Fotoseminar kennen.
Holger Biermann lebt und fotografiert seit Anfang der Nullerjahre in Berlin. Seine Arbeiten sind von der amerikanischen Street Photography geprägt und verdichten flüchtige Alltagssituationen zu präzisen Beobachtungen des urbanen Lebens. Reister präsentierte Biermanns Fotografien bereits mehrfach im Rahmen seines Schaufensterprojekts Fenster61.
- Andreas Rost, S-Bahnhof-Ostkreuz, 1997
- Andreas Rost, Loveparade, 1998
Christian Reister selbst ergänzt die Ausstellung mit kontrastreichen, körnigen Schwarzweißaufnahmen. Seine Fotografien der Berliner Nacht bilden zugleich ein visuelles Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Generationen und Positionen.
Fotokunst in der Image Factory
Mit der Ausstellung knüpft Das Foto Image Factory an eine eigene Ausstellungstradition an: Neben der Produktion hochwertiger fotografischer Prints sollen die Räume wieder verstärkt zur Präsentation von Fotokunst genutzt werden.
Die öffentliche Vernissage findet bereits am Freitag, 18. September 2026, um 19 Uhr statt. Die Ausstellung läuft anschließend vom 24. September bis 27. November und ist donnerstags und freitags jeweils von 10 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.
Foto oben: Miron Zownir, Tauentzienstraße, 1979




















