Mit der Entwicklung des neuen 85mm F1.2 DG | Art erweitert die Sigma Corporation ihr Angebot hochlichtstarker Festbrennweiten für spiegellose Vollformatkameras.
Das mittlere Teleobjektiv wurde erstmals auf der Fotomesse CP+ 2026 vorgestellt. Der Marktstart ist für September 2026 geplant. Einen Preis hat der Hersteller bislang nicht bekanntgegeben.
Die 85-Millimeter-Brennweite gilt seit Jahrzehnten als Standard für Portraitfotografie. Sie bietet eine natürliche Perspektive, angenehme Proportionen im Gesicht und ausreichend Arbeitsabstand zwischen Kamera und Motiv. Mit einer maximalen Lichtstärke von F1.2 positioniert Sigma das neue Objektiv im Premiumsegment.
Laut Hersteller soll das neue optische Design bereits bei Offenblende eine außergewöhnlich hohe Auflösung liefern. Gleichzeitig ermöglicht die große Blendenöffnung eine besonders geringe Schärfentiefe, die für eine ausgeprägte Motivtrennung sorgt. Gerade im Editorial-, Mode- oder Hochzeitsbereich dürfte dies für viele Fotografierende interessant sein, die gezielt mit selektiver Schärfe arbeiten.
Extrem lichtstarke Objektive stehen traditionell vor der Herausforderung, Größe, Gewicht und Autofokusleistung in Einklang zu bringen. Sigma setzt beim 85mm F1.2 DG | Art daher auf ein kompaktes und vergleichsweise leichtes Gehäuse, ohne auf professionelle Stabilität zu verzichten.
Für die Fokussierung kommt ein Dual-HLA-System (High-response Linear Actuator) zum Einsatz. Dieses soll schnelle und präzise Autofokusbewegungen ermöglichen und damit auch dynamische Situationen zuverlässig abdecken. Gerade bei modernen spiegellosen Kameras mit Augen- und Motivtracking ist eine schnelle Fokusnachführung entscheidend, etwa bei Reportage- oder Eventeinsätzen.
Mit dem neuen 85mm komplettiert Sigma seine Reihe hochlichtstarker F1.2-Festbrennweiten innerhalb der Art-Serie. Bereits verfügbar sind das 35mm F1.2 DG II | Art sowie das 50mm F1.2 DG DN | Art.
Damit entsteht für Fotografierende ein konsistentes System aus Reportage-, Normal- und Portraitbrennweite mit vergleichbarer Lichtstärke und Bildcharakteristik. Für Anwenderinnen und Anwender, die innerhalb eines Projekts ein einheitliches Rendering wünschen, ist dies ein wichtiger Faktor.
Das Objektiv wird mit L-Mount sowie Sony E-Mount erhältlich sein. Beide Anschlussvarianten entstehen im Rahmen offizieller Lizenzvereinbarungen, wodurch eine umfassende Kompatibilität mit aktuellen spiegellosen Kamerasystemen gewährleistet sein soll.













