Mit dem APHEUM Frame präsentiert ein deutsches Unternehmen ein Bildmedium, das digitale Flexibilität mit der Anmutung klassischer Fine-Art-Prints verbindet.
Im Zentrum des Konzepts steht die Idee, digitale Bilder wie gedruckte Werke wirken zu lassen. Möglich wird dies durch den Einsatz von reflektivem E-Paper hinter entspiegeltem Artglass. Das Bild leuchtet nicht, sondern nutzt das vorhandene Umgebungslicht und erscheint dadurch matt, blendfrei und angenehm für das Auge. Ergänzt wird diese Darstellung durch die eigens entwickelte Deep-Grayscale-Technologie, die mit bis zu 255 Graustufen eine außergewöhnlich differenzierte Wiedergabe von Schwarzweißfotografie ermöglicht. Dadurch entsteht eine Bildwirkung, die sich deutlich von klassischen Displays unterscheidet und näher an die Qualität eines Prints heranreicht.
Inhaltlich basiert der APHEUM Frame auf drei zentralen Säulen. Zum einen können kuratierte Serien aus Kunstfotografie genutzt werden, die im Raum wie klassische Abzüge wirken. Zum anderen bietet das System eine Plattform für Erinnerungskultur, bei der historische Bildbestände oder Zeitzeugnisse in einen neuen Kontext gesetzt werden. Drittens lassen sich eigene Fotografien integrieren, die nicht mehr nur digital archiviert sind, sondern als bewusst zusammengestellte Bildstrecken wieder Teil des Alltags werden. Diese Inhalte können über längere Zeiträume geplant und inszeniert werden, sodass eine visuelle Dramaturgie entsteht, die sich über Monate oder sogar Jahre entwickelt.
Ein besonderer Aspekt ist die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern. Zum Marktstart konnte APHEUM unter anderem die Fotoagentur Magnum Photos gewinnen. Ikonische Werke von Fotografen wie Robert Capa oder Eve Arnold werden so als kuratierte Edition digital zugänglich gemacht, bleiben dabei jedoch exklusiv innerhalb des Systems verfügbar. Für die physische Umsetzung der Rahmen arbeitet APHEUM mit dem deutschen Hersteller HALBE zusammen, der für hochwertige Fine-Art-Rahmungen bekannt ist. Diese Kombination aus fotografischer Autorität und handwerklicher Qualität unterstreicht den Anspruch, ein eigenständiges Kunstobjekt zu schaffen.
Auch technisch verfolgt APHEUM einen bewusst reduzierten Ansatz. Der Frame arbeitet äußerst energieeffizient und benötigt lediglich etwa einmal jährlich einen Batteriewechsel. Verwendet werden handelsübliche AAA-Batterien, wodurch auf Lithium-Akkus verzichtet wird. Gleichzeitig sorgt eine serverseitig gesicherte Infrastruktur dafür, dass Inhalte geschützt und kontrolliert bereitgestellt werden können.
Die APHEUM Frames werden ausschließlich im Direktvertrieb in drei Produktvarianten angeboten: stehen der APHEUM Frame S mit 9,7 Zoll E-Ink ePaper für 386 EUR und der APHEUM Frame M mit 13,3 Zoll E-Ink ePaper für 768 EUR. Bereits vorbestellt werden kann der neue APHEUM Frame L mit 27,5 Zoll E-Ink ePaper zum Einführungspreis für 2348 EUR für die ersten 100 Exemplare. Alle Rahmen kommen mit einer kostenlosen Lifetime Lizenz für eigene Bilder. Neben den Fotografien von MAGNUM werden momentan außerdem Kollektionen von Mary-Ann Weber, Angèle E. Essamba, Jewgeni A. Chaldei, Karl-Heinz Mai, Katrin Laade und Imagebroker angeboten.














