Sony erweitert sein E-Mount-System um das FE 100–400mm F5.6–8 OSS. Das kompakte Vollformatzoom wiegt rund 654 Gramm, bietet eine integrierte Bildstabilisierung und richtet sich mit einem Preis von 899 Euro vor allem an den Einstieg in die Supertelefotografie.
Mit dem FE 100–400mm F5.6–8 OSS stellt Sony ein vergleichsweise leichtes Supertelezoom für Alpha Vollformatkameras vor. Der Brennweitenbereich eignet sich für Natur-, Sport- und Reisefotografie, soll sich durch das geringe Gewicht aber auch ohne Stativ komfortabel einsetzen lassen.
Mit rund 654 Gramm bleibt das Objektiv deutlich leichter als viele professionelle Telezooms dieser Brennweitenklasse. Sony positioniert es daher als mobile Lösung für Fotografen, die entfernte Motive aufnehmen möchten, ohne eine umfangreiche und schwere Ausrüstung mitzuführen.
Vier Speziallinsen
Die optische Konstruktion umfasst zwei ED-Glaselemente und zwei asphärische Linsen. Sie sollen chromatische Aberrationen, Verzeichnung und weitere Abbildungsfehler über den gesamten Zoombereich reduzieren. Sony verspricht eine detailreiche Darstellung bis in die Randbereiche.
Eine zirkulare Blende mit neun Lamellen und eine gezielte Korrektur sphärischer Aberrationen sollen für weiche Unschärfeverläufe und ein natürliches Bokeh sorgen.
Auch im Nahbereich bietet das Zoom zusätzliche Einsatzmöglichkeiten. Die Naheinstellgrenze beträgt 1,13 Meter bei 100 Millimetern und 0,86 Meter am langen Ende. Der maximale Abbildungsmaßstab liegt bei 0,41-fach. Damit eignet sich das Objektiv neben weit entfernten Motiven auch für Nahaufnahmen von Blumen, Insekten und Details.
Bis zu 800 Millimeter mit Telekonverter
Das FE 100–400mm F5.6–8 OSS ist mit dem optional erhältlichen 2-fach-Telekonverter SEL20TC kompatibel. Damit erweitert sich der Brennweitenbereich bis 800 Millimeter. Im APS-C-Modus ergibt sich ein Bildwinkel entsprechend einer Brennweite von bis zu 1.200 Millimetern.
Gerade für die Vogel- und Tierfotografie bietet diese Kombination eine große Reichweite. Gleichzeitig lässt sich der Brennweitenbereich für Landschaftsaufnahmen mit dem typischen Verdichtungseffekt langer Teleobjektive nutzen.
Autofokus für schnelle Motive
Für die Fokussierung setzt Sony auf einen Linearmotor. Er soll bewegte Motive schnell, präzise und leise verfolgen. In Verbindung mit der Alpha 9 III unterstützt das Objektiv laut Hersteller Serienaufnahmen mit kontinuierlicher AF- und AE-Nachführung bei bis zu 120 Bildern pro Sekunde.
Die integrierte optische Bildstabilisierung soll Verwacklungen bei Freihandaufnahmen reduzieren und eine ruhigere Bildkomposition im langen Brennweitenbereich ermöglichen. Bei kompatiblen Kameras arbeitet sie mit dem kamerainternen Active Mode zusammen.
Für Videoaufnahmen unterstützt das Objektiv außerdem die Breathing Compensation ausgewählter Alpha Kameras. Dabei werden Veränderungen des Bildwinkels beim Verlagern der Schärfe elektronisch ausgeglichen.
Ausstattung für den mobilen Einsatz
Zur Bedienung stehen eine individuell belegbare Fokus-Haltetaste, ein Fokusmodus- und Fokusbereichsschalter sowie eine Zoom-Arretierung zur Verfügung. Das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt, jedoch nicht vollständig abgedichtet.
Eine Gegenlichtblende gehört zum Lieferumfang. Sie soll Streulicht und Reflexionen reduzieren, die insbesondere bei Gegenlichtaufnahmen die Bildqualität beeinträchtigen können.
Das Sony FE 100–400mm F5.6–8 OSS ist ab August 2026 zum unverbindlichen Verkaufspreis von 899 Euro erhältlich.
















