Skylum hat eines der bislang umfangreichsten Updates für seine Bildbearbeitungssoftware Luminar veröffentlicht. Die erste Ausbaustufe verbessert Benutzeroberfläche, Geschwindigkeit und generative KI-Funktionen. Weitere Werkzeuge folgen im Herbst 2026.
Die seit dem 5. August verfügbare erste Phase der plattformübergreifenden Weiterentwicklung bringt eine überarbeitete Benutzeroberfläche mit klarerer Navigation und einem stärker auf den kreativen Workflow ausgerichteten Layout.
- Die neue Funktion „Atmosphere – Nebel“ integriert atmosphärische Effekte räumlich in eine Aufnahme, statt lediglich eine gleichmäßige Nebelschicht über das Bild zu legen.
- Foto: Evgeni Tcherkasski
Gleichzeitig will Skylum die Leistung der Software deutlich verbessert haben. Der Export einzelner Bilder oder kompletter Serien soll bis zu 25 Prozent schneller erfolgen. Die Vorschau von Presets wird laut Hersteller viermal schneller angezeigt, sodass verschiedene Looks nahezu unmittelbar verglichen werden können.
Auch das Maskieren wurde optimiert. Die Funktion benötigt nun nach Angaben von Skylum 33 Prozent weniger Arbeitsspeicher und soll damit besonders auf mobilen Rechnern und bei parallel geöffneten Anwendungen flüssiger arbeiten.
Generative KI
Die generativen Werkzeuge greifen auf ein überarbeitetes Modell zurück. Neu erzeugte oder ergänzte Bildbereiche sollen sich dadurch harmonischer in das Ausgangsmaterial einfügen.
Skylum betont, dass die KI den kreativen Prozess unterstützen und nicht die gestalterische Entscheidung des Fotografen ersetzen soll. Die Technik soll möglichst im Hintergrund bleiben und vor allem Arbeitsschritte vereinfachen oder beschleunigen.
CEO Ivan Kutanin positioniert das Update entsprechend als Gegenentwurf zu der Sorge, KI könne menschliche Fähigkeiten verdrängen. Im Mittelpunkt stehe weiterhin die kreative Vision, während die Software lediglich die dafür erforderlichen Werkzeuge bereitstelle.
Neue Kameraunterstützung
Mit dem Update erweitert Luminar außerdem die Unterstützung aktueller Kameramodelle und Dateiformate. Genannt werden die Panasonic Lumix DC-L10, komprimierte RAW-Dateien der Sony Alpha 7 V sowie die Sony Alpha 7R VI.
Zweite Ausbaustufe im Herbst
Im Herbst folgt eine zweite Update-Phase mit zusätzlichen KI- und Bearbeitungsfunktionen. Ein neues Zuschneidewerkzeug soll Bildinhalte analysieren und mehrere Kompositionsvorschläge unter Berücksichtigung von Motiv, Linienführung, Balance und visuellem Gewicht anbieten.
- Die Enhance-Funktion analysiert das Motiv künftig differenzierter, um lokale Anpassungen
Die neue Funktion „Atmosphere – Nebel“ soll atmosphärische Effekte räumlich in eine Aufnahme integrieren, statt lediglich eine gleichmäßige Nebelschicht über das Bild zu legen. Licht, Farbe und Tiefenwirkung werden dabei automatisch berücksichtigt.
Der KI-Assistent soll Bearbeitungswünsche in natürlicher Sprache verstehen und anschließend geeignete Luminar-Werkzeuge empfehlen und anwenden. Auch die Enhance-Funktion wird überarbeitet. Sie analysiert das Motiv künftig differenzierter, um lokale Anpassungen vorzunehmen, ohne die gesamte Aufnahme zu stark zu bearbeiten.
Ergänzt wird das Angebot durch einen Web-Editor. Damit sollen Nutzer ihre Dateien künftig auch direkt im Browser öffnen und geräteübergreifend weiterbearbeiten können.
Die Herbst-Erweiterungen können bis zum 31. August 2026 mit einem Preisnachlass von bis zu 50 Prozent vorbestellt werden.




















