Mit der ersten Visuals Conference powered by PICTA ist dem Bundesverband professioneller Bildanbieter e.V. ein bemerkenswerter Auftakt gelungen. Am 22. und 23. April 2026 wurde die Factory Hammerbrooklyn in Hamburg zum zentralen Treffpunkt der Bildbranche.

Die Konferenz traf inhaltlich den Nerv einer Branche im Umbruch. An beiden Tagen nahmen jeweils über 500 Besucher an der Visuals Conference teil, zeitweise war der Andrang sogar so groß, dass keine weiteren Gäste mehr eingelassen werden konnten.
Im Mittelpunkt standen Fragen, die die visuelle Kommunikation derzeit grundlegend verändern: der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf Produktionsprozesse, der Umgang mit Desinformation und Deepfakes sowie die Herausforderungen rund um Authentizität, Kennzeichnung und Urheberrecht. Auch die Lizenzierung von Trainingsdaten und die zunehmende Bedeutung von Medienkompetenz wurden intensiv diskutiert.
Besonders deutlich wurde dabei, dass die großen Themen der Branche nicht mehr isoliert betrachtet werden können. Die Visuals Conference verstand sich bewusst als Plattform, auf der unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden. Fotografen, Illustratoren und Fotodesigner trafen auf Bildagenturen, Technologieanbieter und Content-Einkäufer aus Medienhäusern, Unternehmen und Institutionen. Gerade dieser Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurde von vielen Teilnehmern als zentraler Mehrwert hervorgehoben.

Hinzu kam die Einbindung neuer Akteure, die für die Zukunft der Branche zunehmend relevant sind. Vertreter aus den Bereichen Deepfake Detection, Content-Verifikation und Kameratechnologie erweiterten den Diskurs und machten deutlich, wie stark sich das Feld der visuellen Kommunikation derzeit ausdifferenziert. Die Konferenz wurde damit ihrem Anspruch gerecht, technologische Entwicklungen nicht isoliert, sondern in ihren Auswirkungen auf Produktion, Distribution und Wahrnehmung von Bildern zu betrachten.
Das zweitägige Konzept erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor. Während der erste Tag als klassische Fachkonferenz Raum für Einordnung und Debatte bot, stand am zweiten Tag mit dem PICTAday die konkrete Vernetzung im Vordergrund. Gespräche, neue Kontakte und erste Geschäftsanbahnungen ergänzten die inhaltliche Tiefe der Veranstaltung um eine praxisnahe Dimension.
Flankiert wurde die Konferenz durch begleitende Formate wie ein Vorabendevent sowie ein gemeinsames Get-together, die zusätzliche Möglichkeiten für informellen Austausch boten. Auch diese Elemente trugen dazu bei, die Veranstaltung als lebendigen Treffpunkt der Branche zu etablieren.
Für den Veranstalter ist der Erfolg ein klares Signal. Die Visuals Conference soll langfristig als „Übersetzungsraum“ dienen, in dem unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Kompetenzen miteinander in Dialog treten. Ziel ist es, aus diesem Austausch nachhaltige Kooperationen zu entwickeln und die Transformation der Branche aktiv mitzugestalten.
Die erste Ausgabe hat gezeigt, wie groß der Bedarf an einem solchen Format ist. In einer Zeit, in der sich die Grundlagen visueller Kommunikation rasant verändern, bietet die Visuals Conference einen Ort, an dem Orientierung entsteht – und Zukunft verhandelt wird.
Fotos: © Frank May / Picture-Alliance













