Mit der zweiten Ausgabe des BMW Photo Award Leipzig unterstreichen das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) und die BMW Group ihren Anspruch, die vielfältigen Entwicklungen der zeitgenössischen Fotografie in Leipzig sichtbar zu machen.

Viktoria Binschtok in der Ausstellung
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger – Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie (Foto oben) – stehen exemplarisch für die Bandbreite fotografischer Positionen, die aus dem Umfeld der traditionsreichen Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst hervorgegangen sind.
Der alle zwei Jahre vergebene Preis würdigt künstlerische Arbeiten, die die fotografische Tradition der Stadt fortschreiben und zugleich neue Perspektiven eröffnen. Mit der begleitenden Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig sowie der jetzt erschienenen Publikation BMW Photo Award Leipzig 2026 werden die ausgezeichneten Positionen einem breiten Publikum vorgestellt.
Leipzig zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Zentren der deutschen Fotografie. Die enge Verbindung zwischen der Hochschule für Grafik und Buchkunst, ihren Lehrenden und Absolventinnen und Absolventen sowie den kulturellen Institutionen der Stadt hat eine eigenständige fotografische Kultur hervorgebracht, die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Beachtung findet. Der BMW Photo Award knüpft an diese Tradition an und macht zugleich aktuelle Entwicklungen sichtbar.
Die Arbeiten von Viktoria Binschtok bewegen sich an der Schnittstelle von Fotografie, digitalen Bildwelten und medialer Wahrnehmung. Ihre Werke hinterfragen die Entstehung, Verbreitung und Rezeption von Bildern in einer zunehmend von digitalen Medien geprägten Gesellschaft. Dabei untersucht sie die Mechanismen visueller Kommunikation und die Veränderungen fotografischer Wirklichkeit im Zeitalter algorithmischer Bildproduktion.

Harald Kirschner
Harald Kirschner steht hingegen für eine dokumentarische Bildsprache, die an die in Leipzig tief verwurzelte Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie anknüpft. Seine Arbeiten richten den Blick auf gesellschaftliche Realitäten und menschliche Lebenswelten. Mit großer Sensibilität und Nähe entstehen Bilder, die dokumentarische Präzision mit persönlicher Beobachtung verbinden.
Mit Jay Ritchie zeichnet die Jury eine Position aus, die sich insbesondere durch eindringliche Porträts auszeichnet. Seine Fotografien konzentrieren sich auf individuelle Präsenz, Identität und zwischenmenschliche Beziehungen. Dabei entstehen Arbeiten von großer emotionaler Dichte, die den Menschen und seine Geschichte in den Mittelpunkt stellen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint die zweisprachige Publikation BMW Photo Award Leipzig 2026, herausgegeben vom Museum der bildenden Künste Leipzig. Auf 120 Seiten dokumentiert der Band die Arbeiten der drei Preisträgerinnen und Preisträger und ordnet sie in den Kontext der Leipziger Fotografieszene ein. Mit mehr als 110 Abbildungen bietet die Publikation einen umfassenden Überblick über die ausgezeichneten Positionen und ihre unterschiedlichen künstlerischen Ansätze.
BMW Photo Award Leipzig 2026
Ausstellung: 11. Juni bis 13. September 2026
Museum der bildenden Künste Leipzig
Publikation
BMW Photo Award Leipzig 2026
120 Seiten, Deutsch/Englisch
ISBN 978-3-95498-928-7
Preis: 28 Euro











