Mit der Vortragsreihe „photography.talks“ geht das Goethe Exil Hannover in die zweite Runde und setzt erneut auf ein anspruchsvolles Programm zeitgenössischer Fotografie.
Ab April 2026 lädt der Atelier- und Projektraum zu vier Abenden ein, die sich mit künstlerischen Positionen, visuellen Narrativen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen.
Für die aktuelle Ausgabe konnten mit Andrzej Steinbach, Olgaç Bozalp, Andrea Diefenbach und Patrick Wack vier international arbeitende Fotografen gewonnen werden, deren Werke sich zwischen konzeptueller Praxis und dokumentarischer Langzeitbeobachtung bewegen. Die Reihe versteht sich als Plattform für Austausch und Reflexion und richtet sich gleichermaßen an Fachpublikum wie an fotografisch Interessierte.
Den Auftakt macht am 17. April Andrzej Steinbach. Der in Polen geborene Künstler verfolgt einen konsequent konzeptuellen Ansatz, in dem er Körper und Objekte aus ihrem ursprünglichen Kontext löst und in formal präzisen Bildserien neu verortet. Seine Arbeiten kreisen um Fragen von Wahrnehmung, Machtstrukturen und dem Zustand des Vorläufigen.
Am 8. Mai folgt der in England lebende Fotograf Olgaç Bozalp. In seinem Vortrag, der in englischer Sprache stattfindet, verbindet er inszenierte und dokumentarische Elemente zu komplexen visuellen Erzählungen. Serien wie „Leaving One for Another“ thematisieren Migration, Identität und Zugehörigkeit und hinterfragen etablierte Bildkonventionen.
Andrea Diefenbach gibt am 20. Mai Einblicke in ihre fotografischen Langzeitprojekte, insbesondere in der Republik Moldau. Ihre Arbeiten zeichnen ein eindringliches Bild gesellschaftlicher Transformationsprozesse und beleuchten Lebensrealitäten zwischen Migration, familiären Strukturen und sozialem Wandel.
Den Abschluss der Reihe bildet am 5. Juni Patrick Wack, der ebenfalls in englischer Sprache spricht. Seine dokumentarischen Projekte führen unter anderem nach China und in die Ukraine und verbinden journalistische Recherche mit einer persönlichen, visuell dichten Bildsprache, die geopolitische Entwicklungen greifbar macht.
Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr und finden im Goethe Exil Hannover statt. Bis auf den Termin von Andrea Diefenbach werden die Veranstaltungen freitags abgehalten. Dank entsprechender Unterstützung ist die Teilnahme auch in diesem Jahr kostenfrei. Die Reihe bleibt bewusst nicht-kommerziell und setzt auf inhaltliche Tiefe sowie direkten Austausch.
Mit „photography.talks“ etabliert sich das Goethe Exil erneut als Ort für zeitgenössische fotografische Diskurse und schafft Raum für Begegnung, Diskussion und Inspiration.











