Mit „Die Magie der Straße – Meisterwerke der Street Photography“ zeigt f³ – freiraum für fotografie in Berlin rund 100 Fotografien aus dem Leica Archiv. Die Ausstellung spannt einen Bogen von 1934 bis 2023 und verbindet Klassiker des Genres mit jüngeren Positionen.
- Foto. Jeff Mermelstein, New York City, USA, 1995
Street Photography lebt vom unmittelbaren Blick auf den öffentlichen Raum – von Situationen, die sich nicht wiederholen lassen, gesellschaftlichen Veränderungen und beiläufigen Momenten, die erst durch fotografische Präzision Bedeutung gewinnen. Die Ausstellung „Die Magie der Straße“ versammelt dafür einige der bekanntesten Namen der Fotografiegeschichte. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Jane Evelyn Atwood, Henri Cartier-Bresson, Elliott Erwitt, Thomas Hoepker, William Klein, Steve McCurry, Joel Meyerowitz und Alexander Rodtschenko. Ergänzt werden sie durch jüngere Positionen wie Julia Baier, Jacob Aue Sobol, Fred Mortagne und Matt Stuart.
Insgesamt umfasst die Schau rund 100 Fotografien von 45 Fotografen aus dem Leica Archiv. Der zeitliche Bogen reicht von 1934 bis 2023 und verbindet bekannte Ikonen mit weniger häufig gezeigten Arbeiten.
Kamera als Beobachter
Die Entwicklung der Street Photography ist eng mit der Verfügbarkeit kleiner und leichter Kameras verbunden. Mit der von Oskar Barnack entwickelten Leica und dem Einsatz von 35-mm-Kinofilm im Format 24 × 36 mm wurde es möglich, sich von der statischen Arbeitsweise des Studios zu lösen und Alltagssituationen spontan festzuhalten. Die handliche Kamera wurde damit zu einem entscheidenden Werkzeug einer Fotografie, die Nähe, Geschwindigkeit und Unmittelbarkeit suchte.
- Foto: Frieder BickleGrand Central Station, New York City, USA, 1995
Wie unterschiedlich diese Haltung ausfallen kann, zeigt die Auswahl der Ausstellung: Elliott Erwitts humorvolle Beobachtungen treffen auf frühe Reisebilder Cartier-Bressons, William Kleins Fotografien der Pariser Studentenunruhen von 1968, Graciela Magnonis Arbeiten über Frauen und Mädchen sowie Steve McCurrys Aufnahmen aus indischen Großstädten.
Kuratiert wurde „Die Magie der Straße“ von Karin Rehn-Kaufmann und Inas Fayed.
Berlin ab September
Die Ausstellung läuft vom 17. September bis 29. November 2026 im f³ – freiraum für fotografie in Berlin. Eröffnung ist am 16. September von 19 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt. Foto-Führungen finden am 4. Oktober und 1. November jeweils um 11 Uhr statt, weitere Führungen mit Drinks am 28. Oktober und 25. November jeweils um 19 Uhr.
f³ – freiraum für fotografie befindet sich in der Prinzessinnenstraße 30 in Berlin-Kreuzberg und ist dienstags bis sonntags von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Foto oben: Joel Meyerowitz, Gold Corner, New York, USA, 1974

















