Die Deutsche Fotografische Akademie präsentiert im Rahmen der Rencontres de la Photographie d’Arles 2026 die Ausstellung „IN THE SHADOW OF SILENCE“. Vom 6. Juli bis 4. Oktober 2026 zeigt die DFA im Fotohaus Arles in der Fondation Manuel Rivera-Ortiz Arbeiten von Wolfgang Gscheidle, Katrin Jaquet, Fatih Kurçeren, Paula Markert, Sabine Schründer und Andreas Trogisch. Kuratiert wird die Ausstellung von Prof. Dr. Claude W. Sui, Karen Irmer und Christel Boget.
Mit „IN THE SHADOW OF SILENCE“ rückt die DFA ein Thema in den Mittelpunkt, das gleichermaßen intim wie gesellschaftlich ist: die Familie als Ort von Nähe, Prägung, Weitergabe, Fürsorge, Macht und stillen Konflikten. Die Ausstellung versteht Familie nicht als harmonischen Rückzugsraum, sondern als komplexes Geflecht aus Beziehungen, Abhängigkeiten, Erinnerungen und Brüchen. In den fotografischen Arbeiten werden Abstammung, Wahlverwandtschaften und historische Verflechtungen sichtbar, ohne dass sie sich zu eindeutigen Erzählungen schließen.
„Am Beispiel der Familie untersuchen die Künstlerinnen und Künstler eindringlich die Spannungsfelder zwischen Nähe und Distanz, Zugehörigkeit und individueller Freiheit“, so Claude W. Sui. „Familie erscheint nicht als harmonischer Rückzugsraum, sondern als Ort von Weitergabe, Prägung, Macht und Fürsorge – als Mikrokosmos gesellschaftlicher Verhältnisse. Abstammung, Wahlverwandtschaften und historische Verflechtungen werden in Brüchen, Überlagerungen und leisen Zwischentönen sichtbar.“
Gerade diese leisen Zwischentöne bestimmen den Charakter der Ausstellung. Die gezeigten Positionen nähern sich dem Familiären nicht über vordergründige Dokumentation, sondern über Spuren, Leerstellen, Körper, Räume, Erinnerungsbilder und biografische Verdichtungen. Sichtbar wird, wie sehr persönliche Geschichte und gesellschaftliche Ordnung ineinandergreifen. Was in Familien weitergegeben wird, ist selten nur privat: Es sind Bilder von Herkunft, Rollen, Zugehörigkeit, Verlust und Schweigen.
Die Ausstellung im Fotohaus Arles ist Teil der internationalen Präsenz der DFA während der Festivalzeit in Arles. Zur Schau erscheinen sowohl ein gemeinsamer Ausstellungskatalog des Fotohaus Arles und der Fondation Manuel Rivera-Ortiz als auch eine separate Publikation der Deutschen Fotografischen Akademie. Damit wird „IN THE SHADOW OF SILENCE“ nicht nur als Ausstellung, sondern auch als publizistisches Projekt verankert.
Begleitend zur Ausstellung organisiert die DFA Artist Talks, Vorträge und Buchpräsentationen. Am Montag, 6. Juli, findet um 17 Uhr eine Preview der DFA-Ausstellung mit Apéro in der zweiten Etage der Fondation Manuel Rivera-Ortiz statt. Am Dienstag, 7. Juli, stellen Prof. Dr. Claude W. Sui, Karen Irmer und Katrin Jaquet um 14 Uhr im Erdgeschoss die Deutsche Fotografische Akademie in englischer Sprache vor. Im Anschluss sprechen Claude W. Sui und Karen Irmer um 15 Uhr in der zweiten Etage mit Wolfgang Gscheidle, Katrin Jaquet, Fatih Kurçeren, Paula Markert und Sabine Schründer. Um 17 Uhr folgt ein Booksigning im Erdgeschoss.
Am Mittwoch, 8. Juli, führt Claude W. Sui um 11 Uhr ein Gespräch mit Andreas Trogisch. Am Abend findet um 19 Uhr die Eröffnung „COME TOGETHER“ der Fondation Manuel Rivera-Ortiz und des Fotohaus Arles statt. Am Donnerstag, 9. Juli, ist die DFA von 17 bis 20 Uhr mit einem Büchertisch auf der Place Voltaire vertreten.
Mit „IN THE SHADOW OF SILENCE“ setzt die Deutsche Fotografische Akademie in Arles ein deutliches Zeichen für eine Fotografie, die persönliche Erfahrung, gesellschaftliche Analyse und künstlerische Form miteinander verbindet. Die Ausstellung zeigt Familie als Resonanzraum des Unausgesprochenen: als Ort, an dem Geschichte nicht nur erinnert, sondern fortgeschrieben wird.
„IN THE SHADOW OF SILENCE“, 6. Juli bis 4. Oktober 2026, Fotohaus Arles 2026, Fondation Manuel Rivera-Ortiz, 18, rue de la Calade, 2. Etage, Arles












